Wolfgang Joop, Udo Jürgens

Rechtfertigung

Jürgens-Attacke: Joop entschuldigt sich

"Wollte nicht die Würde eines Verstorbenen verletzen", so Joop.

Gegen den toten Udo Jürgens († 80) zu ätzen finden die Leute einfach nur unter der Gürtellinie. Wolfgang Joop hat sich mit seinem Angriff gegen den Entertainer wahrlich keine Freunde gemacht. Jetzt entschuldigt sich der Designer. "Ich hab nur zum Künstler Udo Jürgens meine Meinung gesagt und wollte natürlich nicht die Würde eines Verstorbenen verletzen", meint er im Interview mit der Bild-Zeitung.

Rechtfertigung
"Man darf wohl noch einen anderen Musikgeschmack haben", rechtfertigt er seine Aussage, dass ihn Jürgens' Lieder nie berührt hätte und ihm am A**** vorbeigehen. "Ich komme aus der gleichen Generation wie Udo und wollte nur deutlich machen, dass es auch noch andere Musik außer der von Udo Jürgens gegeben hat und nicht alle seine Fans waren", rudert er zurück.

Mit seiner Erzählung, dass der Musiker ihn für ein Plattencover um Anzüge aus seiner Herren-Kollektion bat, stellt er Jürgens als Schnorrer dar. Auch das erklärt Joop - er habe es eigentlich als ein Kompliment gesehen. "Aber ich habe mich wirklich nicht darum gekümmert, ob er sie behalten hat oder nicht. Da hatte ich wichtigere Dinge zu tun."

Auch wenn Wolfgang Joop ganz bestimmt kein Fan von Jürgens' Musik mehr wird, hat er doch auch nette Worte über den Ausnahmekünstler zu sagen. "Ich hätte Udo gern als jungen Mann kennengelernt. In den Sechzigern wirkte er mit dieser Schlaksigkeit ein bisschen French Bohème. Udo hatte das Glück, sich stets treu zu bleiben und jahrzehntelang erfüllt und erfolgreich leben zu können. Er ging mit einem Lied im Kopf in den Himmel. Beneidenswert."

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Udo Jürgens: Sein Leben in Bildern

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