51. Viennale

Mit Coen-Brüdern in den Kinoausnahmezustand

"Inside Llewyn Lewis"
© Anton Capital Entertainment (ACE)

Auftakt am 24. Oktober im Gartenbaukino mit "Inside Llewyn Lewis".
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Wer sich dieser Tage in der Wiener Innenstadt aufhält, wird an der Viennale nicht vorbeikommen: Unübersehbar kündigen massive Dreiecksständer vor den zentralen Kinos das größte Filmfestival des Landes an, die Buchstaben des Festivals zieren die Fischer-Leuchten über den Kinoeingängen, die Vorverkaufsstellen vor dem Museumsquartier und am Schottentor werden konstant von jungen und alten Cineasten belagert. Wenn die 51. Ausgabe am 24. Oktober im Gartenbaukino mit der Folk-Tragikomödie "Inside Llewyn Lewis" von den Coen-Brüdern und in Anwesenheit von Prominenz aus Politik und Kultur startet, beginnt in Wien für zwölf Tage wieder der fröhliche Kinoausnahmezustand.

Stars am Red Carpet
Angekündigt haben sich für die Eröffnung u.a. die Autoren Louis Begley und Robert Schindel, zahlreiche Filmemacher wie Stefan Ruzowitzky, Karl Markovics, Peter Patzak und Peter Kubelka sowie bekannte Schauspieler wie Peter Simonischek, Elfriede Ott und Johanna Wokalek. Auch ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und die scheidende Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) wollen die berühmt-berüchtigte Auftaktrede von Langzeit-Festivaldirektor Hans Hurch offenbar nicht missen. Und diese werde, angesichts der gerade begonnenen Koalitionsverhandlungen, auch sehr politisch werden, versprach Hurch im Gespräch mit der APA ein (Alb)traumszenario aus dem Sitzungszimmer.

Große Nachfrage an Tickets

Mit dem Vorverkauf des Festivals, das allein am ersten Wochenende rund 40.000 Karten erlöste und seit einigen Jahren regelmäßig an die 100.000 Besucher anlockt, zeigte sich Hurch sehr zufrieden. "Für mich sind die Zahlen natürlich auch, aber nicht so wichtig", so Hurch. Für das Festivalteam bedeuten 54 ausverkaufte Vorstellungen nach drei Tagen dagegen eine Bestätigung der eigenen Arbeit. Insgesamt zeigt die Viennale bis 6. November mehr als 300 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme in 353 Vorstellungen. Als Stargäste werden der US-Komiker Will Ferrell, der französische Filmemacher Claude Lanzmann, der ehemalige Rennfahrer Jackie Stewart und die Schauspiellegende Jean-Pierre Leaud erwartet.

Top-Filme auf der großen Leinwand

Das österreichische Kino ist mit den zwei Spielfilmen "Oktober November" von Götz Spielmann und "Shirley - Visions of Reality" von Gustav Deutsch sowie je vier neuen Dokumentar- und Kurzfilmen vertreten. Specials sind den jungen Experimentalfilmern Johann Lurf und Claudia Larcher gewidmet. Minoritär koproduziert wurden u.a. der in Hainburg gedrehte "Grand Central" von Rebecca Zlotowski und Lanzmanns "Der letzte der Ungerechten", der gleich am ersten Sonntag des Festivals in einer Gala präsentiert wird. Den Viennale-Trailer gestaltete die Iranerin Shirin Neshat mit Natalie Portman in der Hauptrolle. Die begleitende Retrospektive im Filmmuseum fokussiert bereits seit 18. Oktober auf Jerry Lewis.

Info
Alle Informationen zur 51. Viennale erhalten Sie unter www.viennale.at.

Die Kino-Highlights des Jahres 2013


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"Bad Fucking" - Groteskes Österreich-Sittenbild von Harald Sicheritz

Mit "Muttertag" oder "Hinterholz 8" hat Harald Sicheritz Komödien geschaffen, die tief im kollektiven Gedächtnis der Österreicher verankert sind. Nun wagte sich der Regisseur mit "Bad Fucking" an den grotesken Bestseller von Kurt Palm, der 2010 ein typisches Sittenbild zwischen Korruption, Spekulation und Mord zeichnete. Das Lachen bleibt einem dabei aber ab 20. Dezember meistens im Halse stecken.

© Thimfilm

"Carrie": Klassiker-Remake als blutiger Highschool-Horror

Das Remake eines Horrorklassikers wie "Carrie - Des Satans jüngste Tochter" ist ein riskantes Unterfangen: das Original von 1976 erntete zwei Oscar-Nominierungen für Sissy Spacek und Piper Laurie und brachte Regisseur Brian De Palma ebenso den Durchbruch wie Autor Stephen King. Die modernisierte Neuauflage von Kimberley Peirce kann sich aber durchaus sehen lassen. Ab 6. Dezember im Kino.

© MGM

Ein richtig mieser Bulle: "Drecksau" nach Irvine Welshs Vorlage

Die Handschrift ist deutlich zu erkennen. Die Romanvorlage zum Skript von "Drecksau" stammt von Irvine Welsh. Der Autor hat das Buch zum Film "Trainspotting" geschrieben. Auch das Kriminaldrama "Drecksau" führt die Zuschauer nun in ein subversives Milieu voller Drogen - allerdings aufseiten der Behörden. Ab 29. November im Kino.

© Ascot Elite Filmverleih

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