Carl Craig, Moritz von Oswald und Francesco Tristano bei "Electr.Oper" dabei.
Dass sowohl das Jazz Fest Wien wie auch die Staatsoper grundsätzlich offen für Neues sind, beweist sich auch in diesem Sommer: Nachdem das ehrwürdige Haus am Ring Anfang Juli fünfmal seine Tore für internationale Größen zwischen Jazz und Pop öffnet, bildet am 7. Juli eine "Electr.Oper" den Abschluss der Staatsopern-Events im Rahmen des Festivals.
Sound fon Plattentellern beherrscht Oper
Und somit regieren Sounds von den Plattentellern und diversen elektronischen Gerätschaften, wenn Carl Craig, Moritz von Oswald und Francesco Tristano dort stehen, wo sich sonst das Who-ist-who der Klassik trifft. Wobei der Abend ein Treffen von E- und U-Musik verspricht, soll doch zeitgenössische Elektronikmusik mit Tradition verwoben werden.
2.400 Fans erwartet
2.400 Gäste finden Platz, wenn Pianist Tristano zu den Klängen der beiden DJs und Produzenten Craig und von Oswald in die Tasten greift und Visuals von Collective Neon Golden einen optischen Mehrwert generieren. Der zweite Akt des Abends steht unter dem Motto "Rebel Rave" und bietet Künstlers des Labels Crosstown Rebels, bevor zum Abschluss in den In-Club Grelle Forelle geladen wird. Eine Nacht für Tanzfreudige abseits eng gesteckter Genregrenzen.
Info
Alle Informationen rund um die "Electr.Oper" erhalten Sie unter www.viennajazz.org.
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
© APA/HERBERT P. OCZERET