Vorauswahl der Kunsthallen Leitung wird durch Agentur und Hearings getroffen.
Um die Nachfolge von Gerald Matt als künstlerische Leitung der Kunsthalle Wien haben sich 67 Personen beworben. Am vergangenen Sonntag hatte die Bewerbungsfrist geendet, 38 Frauen und 29 Männer hatten sich bis dahin gemeldet, wie es in einer Aussendung von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (S) am 22. Mai hieß.
Große Freude über regen Andrang
"Ich freu mich über die große Bandbreite der unterschiedlichen Bewerbungen aus dem In- und Ausland und den erfreulich hohen Anteil an Bewerbungen von Frauen", so Mailath. 23 Bewerbungen kommen aus Österreich, 44 wurden aus dem Ausland eingereicht - darunter Deutschland, Großbritannien, die Schweiz und die USA.
Neue Leitung noch vor Sommer möglich
Im nächsten Schritt erfolgt eine Vorauswahl durch eine Agentur, daran schließen sich Hearings gegenüber einer Jury an. Schließlich "könnte es noch vor dem Sommer eine neue künstlerische Leitung geben". Diese wird ein Leitungsduo mit der kaufmännischen Geschäftsführerin, Ursula Hühnel-Benischek, bilden. Hühnel-Benischek, die bereits seit Dezember die Geschäfts- und Personalführung innehatte, war nach der Ausschreibung in ihrer Position bestätigt worden.
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
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