Roman

Manzons "Alma": Reise in die fragliche Vergangenheit

ALMA - Der italienische Bestseller erstmals auf Deutsch.

In ihrer italienischen Heimat ist Verlegerin und Autorin Federica Manzon mit ihrem fünften Roman „Alma“ längst ein Bestseller gelungen – über 60.000 Exemplare sollen verkauft worden sein. Mittlerweile wurde das Buch, das 2024 in Italien erschien, in neun Sprachen übersetzt, und es ist das erste Mal, dass einer von Manzons Romanen auf Deutsch zu haben ist. 

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Roman spielt in Sehnsuchtsort

Lebensgeschichte. Die Chancen stehen gut, dass der (kommerzielle) Erfolg auch hierzulande gelingt, besonders dank zweier Komponenten: „Alma“ spielt in Triest, historisch einer der Sehnsuchtsorte vieler Österreicherinnen, und ist inhaltlich eine tiefschürfende Lebensgeschichte.
Darum geht’s. Nachdem ihr Vater gestorben ist, reist Alma nach Hause, nach Triest. Ein Ort der Erinnerung für sie, der Träume, Sehnsüchte, der unbeschwerten Sommer. Doch dort angekommen, gestaltet sich diese Reise auch problematisch. Alma trifft auf Vili, ihre Jugendliebe. Er soll ihr das Erbe des Vaters übergeben. Doch wer war dieser Vater, der manchmal über die Grenze verschwand, der oft nicht greifbar war für die eigene Tochter?

Krieg

Manzon hat in ihrem Roman das Leben einer Frau mit kollektiven Erlebnissen verwoben. Denn die Figur Vili ist nicht nur Almas Teenie-Liebe, sondern auch eine politische Gestalt. Vili wurde einst von Almas Vater einfach mitgebracht, seine Eltern waren politische Widerständler. Denn neben dem heilen Leben in Triest tobte zeitgleich in Jugoslawien der Krieg.

Suche nach Wahrhaftigkeit

"Alma“ ist ein Roman, der uns mitnimmt auf die Suche der Protagonistin nach Identität und Wahrhaftigkeit. Wer war der Vater, was bedeutet es, als Erwachsene den Blick in die Vergangenheit zu richten? Ein tief wirkender Roman, der uns viel von Lebensperspektiven erzählt und zum Reflektieren einlädt.

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