Salzburg

Mozart-Oper am Flughafen

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Mozart-Oper am Flughafen
© Christian Leopold / Red Bull
Heute wird Mozarts „Entführung“ live vom Airport auf Servus TV übertragen.
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Mozart nannte sein meisterhaftes Singspiel Die Entführung aus dem Serail, das heute als Koproduktion mit den Salzburger Festspielen live aus dem Hangar-7 des Salzburger Flughafens auf Servus TV übertragen wird, eine „Operette“; das war im 18. Jahrhundert die gebräuchliche Bezeichnung für ein deutsches Singspiel mit gesprochenen Dialogen und hatte nichts mit der heutigen Bedeutung des Begriffs aus dem späten 19. Jahrhundert zu tun.

TV-Event
Mozarts bezaubernde „Türkenoper“ um Konstanze, die mit ihrer Zofe Blondchen am Hof des türkischen Herrschers Bassa Selim gefangen ist, wird als technisch aufwendiges TV-Event an verschiedenen Plätzen des Airports von Adrian Mar­thaler in Szene gesetzt, wobei bei ihm das Stück in der Gegenwart spielt.

Der Tiroler Bühnen- und Filmstar Tobias Moretti verkörpert den Bassa Selim, einen exzentrischen Stardesigner, der Konstanze zum Jetset-Leben verführen will. Dass Mozart dem edlen Bassa, einem spanischen Renegaten, der einzigen Sprechrolle in seiner Oper, eine besondere Bedeutung verleihen wollte, liegt auf der Hand.

Der Bassa liebt Konstanze, der Mozart für „die geläufige Gurgel“ der Mademoiselle Cavalieri, der Primadonna der Uraufführung, seine schönste Musik geschrieben hat. Konstanzes berühmte, koloraturgespickte, von hellen C-Klarinetten begleitete Martern-Arie ist ein geheimes Duett mit dem Bassa.

Absagen
Nach der Absage der deutschen Primadonna Diana Damrau singt nun Desirée Rancatore unter der musikalischen Leitung von Hans Graf Mozarts liebenswürdigste Figur. Auch die reizende Österreicherin Daniela Fally hat ihre Rolle zurückgelegt; Rebecca Nelson springt als Blondchen ein.

Die Kultur-Highlights des Jahres 2012


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© Stephan Wyckoff

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus Erl

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.

© tirolerfestspiele.at

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.

© APA/HERBERT P. OCZERET

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