Der Ansturm auf die Tickets für den Eurovision Song Contest in Wien war enorm. Innerhalb von 15 Minuten waren die Karten für das Finale ausverkauft, nach einer Stunde war das gesamte Kontingent vergeben. Doch laut Stadthalle-Geschäftsführer Thomas Waldner gibt es noch Hoffnung für Fans.
Der Ticketverkauf erfolgte in einem zweistufigen Verfahren der EBU und des ORF. Zunächst war eine Registrierung notwendig, anschließend startete diese Woche die erste Verkaufswelle. "Es wurde ein transparenter und fairer Weg gewählt", betont Waldner im Gespräch mit "Wien Heute". Noch sind nicht alle Chancen vertan. Laut Waldner soll es eine zweite Ticketwelle geben. Ein Restkontingent könne durch Produktionsdetails und neue Planungen wieder frei werden und in den Verkauf gehen. Zusätzlich werden Tickets über Kooperationspartner des ESC verlost, möglicherweise auch über die Homepage der Wiener Stadthalle.
Thomas Waldner
Sicherheitskonzept im Fokus
Angesichts der aktuellen Terrorwarnstufe und der Teilnahme Israels spielt Sicherheit eine zentrale Rolle. Waldner verweist auf die Erfahrung Wiens mit Großveranstaltungen. Es gebe eine enge Zusammenarbeit zwischen Landespolizeidirektion Wien, Veranstalter, Stadt, ORF und Stadthalle. Gemeinsam werde an einem umfassenden Sicherheitskonzept gearbeitet.
Die Austragung des ESC führt zu Verschiebungen und Absagen anderer Veranstaltungen. Schon nach dem Sieg von JJ sei klar gewesen, dass Wien als Austragungsort infrage kommt. Die Stadthalle habe daher vorsichtiger gebucht. Betroffene Veranstalter wurden laut Waldner rasch informiert, Alternativtermine wurden gesucht.
Vorbereitungen laufen
Die Stadthalle sei in einem "Top-Zustand", so der Geschäftsführer. In den vergangenen Jahren wurde in Nachhaltigkeit, Photovoltaik, Klima- und LED-Technik investiert. Für den ESC wird nicht nur Halle D genutzt, sondern das gesamte Areal inklusive umliegender Sporthallen. Geplant sind verschiedene abgegrenzte Bereiche für Delegationen, Presse und Organisation. Ende März soll die konkrete Umsetzung starten. Die Detailabstimmung mit dem ORF laufe bereits auf Hochtouren.