Die Tage werden länger, die Sonne gewinnt an Kraft und die dicken Winterjacken verschwinden im Schrank. Doch wenn die Temperaturen im März und April steigen, begehen viele von uns teure Fehler beim Heizen. Wir verraten Ihnen, wie Sie die tückische Übergangszeit meistern und bares Geld sparen.
Die Vögel zwitschern, die ersten Knospen sprießen und das Thermometer klettert tagsüber endlich wieder in den zweistelligen Bereich. Doch Vorsicht: Der Frühling ist heiztechnisch eine kleine Herausforderung. Während wir mittags die Jacke offen tragen, wird es abends oft noch empfindlich kalt. Wer jetzt falsch am Thermostat dreht, verbrennt buchstäblich Geld. Hier sind die häufigsten Heiz-Sünden, die Sie jetzt unbedingt vermeiden sollten.
Ständiges Auf- und Abdrehen
Draußen wird es warm, also Heizung aus. Abends fröstelt es, also Heizung voll auf: Stopp! Dieses Hin und Her ist ein absoluter Energie-Fresser. Wenn Räume komplett auskühlen, braucht die Anlage massiv mehr Power, um sie wieder auf Wohlfühltemperatur zu bringen. Lassen Sie die Heizung lieber konstant auf einer niedrigen Stufe laufen, das ist deutlich effizienter als der radikale Wechsel.
Die Heizung zu früh abschalten
„Es ist doch Frühling, die Heizung kann aus!" – Falsch gedacht! Wer die Anlage jetzt schon komplett abstellt, spart am falschen Ende. Das Problem: Die Wohnung kühlt schleichend aus. Abends wird es dann oft noch empfindlich kalt und die Gefahr von Schimmelbildung an den kalten Wänden ist in dieser Übergangszeit extrem hoch. Senken Sie lediglich die Raumtemperatur, anstatt die Heizung komplett auszuschalten. Eine konstante, niedrige Stufe während Sie bei der Arbeit sind, ist ideal.
Die Zeitumstellung ignorieren
In der Nacht vom 29. auf den 30. März werden die Uhren wieder auf Sommerzeit umgestellt. Viele Heizungsanlagen sind leider nicht so smart wie Ihr Smartphone und checken das nicht automatisch. Das Problem: Die Nachtabsenkung läuft plötzlich zur falschen Zeit! Werfen Sie einen Blick in die Einstellungen und stellen Sie die Zeitschaltuhr manuell um, damit die Wärme dann kommt, wenn Sie sie wirklich brauchen.
Lüften wie im Winter
Im Winter galt die Regel: Kurz und knackig Stoßlüften. Im Frühling sieht die Welt (und die Luftfeuchtigkeit) allerdings anders aus. Im Gegensatz zum Winter dürfen die Fenster jetzt wieder länger offen bleiben, idealerweise zehn bis 15 Minuten, drei- bis viermal am Tag. Nutzen Sie vor allem die Nachmittagssonne! Lüften Sie das letzte Mal ausgiebig, wenn die Außenluft noch warm ist. So holen Sie sich die gratis Wärme der Sonne direkt ins Wohnzimmer, bevor es nach Sonnenuntergang wieder abkühlt.
Den Heizkörper beim Frühjahrsputz vergessen
Der Frühjahrsputz steht an! Fenster, Böden, Schränke, alles wird auf Hochglanz poliert. Aber haben Sie auch an Ihre Heizkörper gedacht? Staub und Schmutz auf und im Heizkörper wirken wie eine isolierende Decke. Die Wärme kann nicht mehr richtig an den Raum abgegeben werden. Gleiches gilt für Vorhänge oder Möbel, die die Heizung verdecken: Sie "schlucken" die Wärme buchstäblich. Befreien Sie deshalb die Heizkörper gründlich von Staub und sorgen Sie dafür, dass sie "frei atmen" können.