Ein Weekender in Warschau überrascht mit bewegender Geschichte, prachtvoll rekonstruierter Altstadt, spannender Museumslandschaft und kulinarischen Entdeckungen. Polens Hauptstadt vereint historische Schätze, moderne Szeneviertel und grüne Oasen entlang der Weichsel - noch ein echter Geheimtipp.
Nach den verheerenden Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurde Warschaus Altstadt mit großer Hingabe rekonstruiert und erstrahlt heute in neuem Glanz. Ein Spaziergang durch die kopfsteingepflasterten Gassen.
Altstädter Marktplatz. Das Herzstück Warschaus mit dem Meerjungfrau-Brunnen und zahlreichen Cafés und Restaurants.
Warschau, das unterschätzte Juwel Europas, steht wahrscheinlich nicht auf jeder Bucket-List – so auch nicht auf der ihrer ReiseLust-Redakteurin, die einfach nur übers Wochenende verreisen wollte. Auf Grund von Flugzeiten und Flugpreis wurde es Warschau, von dem man im Nachhinein sagen muss, man sollte es bei der Planung eines Citytrips nicht übersehen! Zwischen Altstadt, Szenevierteln und einer aufstrebenden Gastro- und Kulturszene bietet die Stadt an der Weichsel eine faszinierende Mischung aus Geschichte und Moderne.
Poliin-Museum. Errichtet 2014 auf dem ehemaligen Gelände des Warschauer Ghettos.
Altstadtflair & Wiederaufbau mit Herz
Eins gleich vorweg: Warschau zeigt seine tragische Geschichte – ihr begegnet man auf Schritt und Tritt. Unzählige Denkmäler, Gedenktafeln und Mahnmale erinnern an die dunklen Kapitel des Zweiten Weltkriegs und die Zerstörung der Stadt.
Poliin-Museum. Errichtet 2014 auf dem ehemaligen Gelände des Warschauer Ghettos.
Vom imposanten Denkmal des Warschauer Aufstands bis zum fragmentarisch erhaltenen Ghetto-Mauerstück – überall spürt man die Narben der Vergangenheit. Zu den interessantesten Museen zählt das 2014 eröffnete POLIN Museum, das die Geschichte der polnischen Juden vom Mittelalter bis zur Nachkriegszeit dokumentiert (Audioguide!).
Im KÖNIGLICHEN Łazienki-Park seht das eindrucksvollste Chopin-Denkmal.
Auf den Spuren großer Persönlichkeiten
Mit der Stadt untrennbar verbunden sind die Chemikerin und Nobelpreisträgerin Marie Curie und der Komponist und Pianist Frédéric Chopin. Von ersterer ist das Geburtshaus wieder fertig renoviert zu besichtigen. Das Chopin Museum ist ein High-Tech-Museum mit einigen Musikboxen. Neben vielen Privatgegenständen ist auch das Piano Pleyel, welches Chopin in den letzten Lebensjahren gehörte, sowie sein Lieblings-Fauteuil, ausgestellt.
Paradies für Feinschmecker
Die sogenannten Milchbars gehören zur Warschauer Esskultur. Hier bekommt man authentische Hausmannskost – verschieden gefüllte Pierogi (Teigtaschen)und geschmorte Ente auf Äpfeln und Weichseln. Und unbedingt probieren muss man die Wedel Schokolade! Das Café aus dem 19. Jahrhundert in der Szpitalna 8 ist eine der ältesten Filialen der Schokolademarke, für die Polen berühmt ist.