Schwere Vorwürfe: Ein möglicher "MeToo"-Skandal erschüttert die österreichische Musikszene. Laut Medienbericht wird gegen den Musiker Christopher Seiler (39) nach der Anzeige einer Frau ermittelt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Wien. Gegen Austropop-Star Christopher Seiler wird nach der Anzeige einer Frau ermittelt. Das berichtet die "Krone". Der Akt soll dem Bericht zufolge bei einem Staatsanwalt des Landesgerichts Wien liegen. Dabei handle es sich um einen Verschlussakt.
Freitag vor einer Woche holte die Band "Seiler und Speer" bei den Amadeus Awards gleich zwei Preise (Live Act, Pop/Rock) . Doch bei der Preisverleihung fehlte Christopher Seiler. "Die Gattin ist leider krank. Hat a bissl einen Schnupfen", erklärte Bernhard Speer beim Amadeus Award im oe24.TV-Interview das Fernbleiben seines Kollegens Christopher Seiler. Der Vorfall soll sich laut Anzeige einen Tag vor der Veranstaltung zugetragen haben. Nach Dreharbeiten – es soll sich um einen Videodreh für den neuen Song mit Ernst Molden im Prater gehandelt haben – soll Christopher Seiler der Frau angeboten haben, sie mit dem Auto nach Hause zu bringen.
Christopher Seiler soll, laut Vorwürfen, bei der Fahrt mit dem Auto in eine dunkle Gasse abgebogen und danach sei es im Wageninneren zu einer heftigen Grenzüberschreitung gekommen: Laut Medienbericht, erklärte die Frau, dass der 39-jährige Sänger sie körperlich attackiert und unter anderem den Mund gewaltsam geöffnet habe. Zwei Tage darauf (am 7. März) erstattete die Betroffene Anzeige – zumindest wegen Körperverletzung – bei der Polizei in Wien.
Seither ermittelt die Justiz. Beide sollen bereits einvernommen worden sein. Derzeit steht Aussage gegen Aussage.
Management meldet sich zu Wort
Inzwischen meldete sich das Management des Musikers zu Wort und bestätigt gegenüber oe24 die Ermittlungen. "Wir können die Ermittlungen bestätigen und kooperieren vollumfänglich mit den zuständigen Behörden. Es war ein Abend in privatem Rahmen, nach dem Fragen offen sind, die jetzt sorgfältig geklärt werden müssen. An dieser Aufklärung wirken wir selbstverständlich mit. Den weiteren Verlauf der Ermittlungen müssen wir nun abwarten", sagt Manager Fritz Strba von "FFS Boo-Kings & Management".
Für Christopher Seiler gilt die Unschuldsvermutung. Über mögliche Konsequenzen entscheidet allein die Justiz.