Ausstellung

Vanessa Küstner: Ex-Spielerfrau von Rubin Okotie erobert die Salzburgs Kunstszene

Lange Zeit stand sie als Ehefrau von Ex-ÖFB-Star Rubin Okotie im Rampenlicht der Fußballwelt, doch am vergangenen Mittwoch kehrte Vanessa Küstner als eigenständige Künstlerin zu ihren Wurzeln zurück, um in ihrer Heimatstadt Salzburg ein hochemotionales Ausstellungsdebüt zu feiern. 

Es war eine Rückkehr, die gleichermaßen von künstlerischer Konsequenz und tiefer persönlicher Emotionalität geprägt war: Die in Salzburg geborene und heute in Wien wirkende Künstlerin Vanessa Küstner präsentierte am vergangenen Mittwoch in der renommierten Galerie Haas & Gschwantner erstmals ihr Werk in ihrer Heimatstadt. Zwischen internationalem Parkett und lokaler Verwurzelung markiert diese Vernissage einen Meilenstein in der Karriere einer Frau, die längst weit mehr ist als eine bloße Protagonistin der Society-Seiten.

Zwischen Metaphysik und Moderne

Küstner, die sich ihre unverkennbare, zeitgenössische Bildsprache autodidaktisch und mit beeindruckender Disziplin erarbeitet hat, gilt heute als eine der markantesten Positionen der jungen Kunstszene. Mit einem Œuvre von bereits über 500 Werken – viele davon in imposanten Großformaten – besetzt sie ein spannungsreiches Feld. In ihren Arbeiten verwebt sie metaphysische Fragestellungen mit der drängenden Beziehung zwischen Mensch und Technologie.

Dabei scheut sie nicht vor den großen Dualitäten des Lebens zurück: Weiblichkeit und Fruchtbarkeit treffen auf das fragile Gleichgewicht zwischen Unschuld und Stärke. „Meine Arbeiten verbinden Intuition mit Zukunftsfragen“, erläutert Küstner ihr Schaffen. Es gehe um nichts Geringeres als unsere gemeinsame Entwicklung in einer technisierten Welt.

Ein emotionales Heimspiel

Trotz internationaler Erfolge in Metropolen wie Madrid, Palma oder Wien war der Abend in der Mozartstadt für die Künstlerin ein besonderer Kraftakt der Gefühle. Unter die Riege namhafter Kunstsammler und Interessenten mischten sich zahlreiche Jugendfreundinnen und Wegbegleiter aus Kindheitstagen, was der Vernissage eine spürbar herzliche, fast intime Atmosphäre verlieh. „Ausstellungen in Madrid, Palma oder Wien sind großartig – aber in Salzburg ist es am emotionalsten“, gestand die Künstlerin sichtlich bewegt im Rahmen der Eröffnung.


 

„Soft Tension“ und die Artbook-Serie

Ein besonderes Highlight der aktuellen Schau mit dem Titel „Soft Tension“ ist die erstmalige Präsentation ihrer Artbook-Serie. Hier verdichtet Küstner ihre großformatige Ästhetik auf ein haptisches Format und erlaubt so einen noch tieferen Einblick in ihren kreativen Kosmos.

Wer die faszinierende Symbiose aus technologischem Diskurs und weiblicher Kraft erleben möchte, hat dazu noch bis zum Frühjahr Gelegenheit. Die Werke von Vanessa Küstner, die bereits weltweit in privaten Sammlungen vertreten sind, setzen in der Salzburger Altstadt ein kraftvolles Zeichen für die Relevanz zeitgenössischer Kunst.

Service-Info: Die Ausstellung „Soft Tension“ in der Galerie Haas & Gschwantner ist noch bis zum 8. Mai 2026 zu sehen.

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