ORF-Karriere-Ende

ORF-Sparpolitik: Freund sieht sich als Opfer

Eugen Freund
© ORF/Thomas Ramstorfer
Muss mit Jahresende in ORF-Pension. Am Sonntag zum letzten Mal in der "ZiB".
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Schwer enttäuscht vom ORF zeigt sich "Zeit im Bild"-Moderator Eugen Freund in einem Abschiedsinterview mit der Fernsehzeitschrift "tv-media". Freund muss Ende des Jahres in Pension und präsentiert am Sonntag zum letzten Mal die Hauptnachrichtensendung des ORF. "Ich bin ein Opfer der Sparpolitik des Hauses - und diese hat wieder mit der nicht verlängerten Gebührenrefundierung zu tun", so der langjährige ORF-Journalist.

Freund noch nicht pensionsreif
62-jährige News-Anchors seien in der Kostenstruktur offenbar nicht mehr vorgesehen und auch die Politik habe wenig Interesse an erfahrenen ORF-Journalisten, lässt Freud anklingen. "Der ORF schickt mich in Pension und hat mir das brieflich kundgetan. Aber ich werde sicher nicht in Pension gehen." Inhalt des Pensionsbriefs an Freund: "Vielen Dank. Und vergessen Sie nicht, Ihren Ausweis abzugeben." Ein abschließendes Gespräch mit Verantwortlichen habe es nicht gegeben. "Ein solches würde man vermuten. Ich würde auch sagen, dass man das hätte machen können. Aber ich bin nicht völlig aus den Wolken gefallen, weil ich das Unternehmen seit 40 Jahren kenne. Es hat immer Mängel gegeben im Umgang mit dem Personal."

ZiB-Entwicklung nicht positiv
Er sei dem ORF "dankbar für all die Erfahrungen, die ich machen durfte, die Personen und Länder, die ich kennenlernen durfte". Aber er habe das auch weitergegeben, und "der ORF hat auch immer von mir profitiert". Die aktuelle Entwicklung der "Zeit im Bild" sieht Freund nicht nur positiv. "Es schauen zwar immer noch eine Million Menschen zu. Aber die Quoten gehen runder, das ist klar, weil sich die Sehgewohnheit, die gesamte Fernsehlandschaft verändert hat. Wir Moderatoren haben uns oft darüber unterhalten, wo die Schwachstellen liegen. Aber man hat nicht auf uns gehört. Ich habe immer schon gegen diesen 'Kopfsalat', diese abgefilmten Interviews argumentiert."

Mehr Quantität statt Qualität
Kritik übt der scheidende "ZiB"-Anchor in "tv-media" auch an der Politik. "Die Politik will möglichst wenige und junge Leute in der ORF-Information. Damit ja niemand zum Recherchieren echter Geschichten kommt. Das ist von der Politik beabsichtigt: keine Aufsicht über ihre Tätigkeit. Das ist ja der wahre Grund für den von der Politik forcierten Sparzwang. An der reinen Wiedergabe der politischen Meinungen des Landes soll sich nichts ändern." Er selbst habe im ORF als eines der "roten Gfrieser" gegolten. "Aber nein, ich war nie Parteimitglied und wollte mit Parteien nie etwas zu tun haben." Freund, der erst vor kurzem unter die Krimiautoren gegangen ist, will jedenfalls weiter in den Medien arbeiten. "Ich werde mir jedes interessante Angebot - auch aus dem kommerziellen TV - ansehen."

Nachfolger noch unbekannt
Wer Freunds Moderation in der "Zeit im Bild" an der Seite von Nadja Bernhard künftig übernehmen wird, haben die ORF-Verantwortlichen offenbar noch nicht entschieden. Als aussichtsreichste Kandidaten gelten Rainer Hazivar und Wolfgang Geier.

Die TV-Highlights des Jahres 2013


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Juergen Maurer ist "Kommisar Rex'" neues Herrl

Dienstantritt für Juergen Maurer in Meran! Am Samstag, dem 21. Dezember 2013, um 20.15 Uhr in ORF 2 bekommt Österreichs Kultkommissar auf vier Beinen ein neues Zuhause und einen neuen Partner an die Seite gestellt. Im neuen ORF/RAI-Fernsehkrimi "Kommissar Rex - Eiszeit" geht es für den Vierbeiner nach Südtirol. Dort soll er der neue Partner von Kommissar Andreas Mitterer alias Juergen Maurer ("Das Wunder von Kärnten") werden.

© ORF/Beta Film

Sascha Hehn wird "Traumschiff"-Kapitän

Wenn "Das Traumschiff" unterwegas ist, "weiß das Publikum weiß seit 32 Jahren: Es geht immer alles gut aus, es gibt ein Happy End, es wird ein tolles Land gezeigt", sagt der Produzent der ZDF-Serie, Wolfgang Rademann (78). "Es gibt immer eine dramatische Geschichte, eine heitere Geschichte und eine Love Story." Zum Jahreswechsel übernimmt jedoch ein neuer Kapitän. Nach 14 Jahren gibt Kapitän Jakob Paulsen alias Schauspieler Siegfried Rauch das Ruder aus der Hand - und übergibt es an einen ehemaligen Steward. 30 Jahre nachdem Sascha Hehn (59) als Steward Victor zum ersten Mal an Deck stand, kehrt er auf das Schiff zurück - befördert zum Kapitän. Die letzte Reise für Kapitän Rauch führt ihn am Zweiten Weihnachtstag im ZDF nach Malaysia. Doch Rettung naht schon fünf Tage später in Form eines alten Bekannten: Ex-Steward Victor, der in den 1980er Jahren den Frauen reihenweise den Kopf verdrehte, hat seine "Traumschiff"-Abstinenz gut genutzt, ist Kapitän geworden und übernimmt in der Neujahrs-Folge zum ersten Mal das Steuer, wenn der Kreuzfahrt-Dampfer Kurs auf Australien nimmt.

© ZDF

Zweite Staffel "House of Cards" ab Februar auf Sky

Francis Underwood geht weiter seinen Weg: Ab 14. Februar bringt der Bezahlsender Sky die zweite Staffel der US-Erfolgsserie "House of Cards", womit man Kevin Spacey in der Rolle des Politikers wieder begleiten darf. Alle 13 Episoden sind ab diesem Tag und somit parallel zum US-Start via Sky Go abrufbar, einen Tag später dann auch via Sky Anytime, wie am Dienstag mitgeteilt wurde.

© BBC



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