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Hat fast jeder: Diese beliebten Pflanzen sind auf dem Balkon tabu

Die Sonne lacht, die Balkon-Saison ist eröffnet. Es wird Zeit, die kahlen Kästen in ein blühendes Paradies zu verwandeln. Doch bevor Sie im Gartencenter blind zugreifen, sollten Sie gewarnt sein: Nicht alles, was schön blüht, gehört auch in Ihr Mini-Paradies in luftiger Höhe.  

Der eigene Balkon ist unser liebster Rückzugsort im Sommer, ein Blütenmeer und im besten Fall ein wertvoller Lebensraum für die Natur. Doch damit Ihre Wohlfühloase nicht zur Problemzone wird, braucht es mehr als nur hübsche Blüten. Wir verraten Ihnen, welche Pflanzen Sie dieses Jahr besser von Ihrem Balkon verbannen sollten und wie Sie es besser machen.

Geranien gehören nicht auf den Balkon 

Hat fast jeder: Diese beliebten Pflanzen sind auf dem Balkon tabu
© Getty Images

Sie prangt an Millionen Balkonen, blüht monatelang und verzeiht fast jeden Pflegefehler: die Geranie. Kein Wunder, dass sie der unangefochtene Liebling vieler Balkonbesitzer ist. Die bittere Wahrheit ist jedoch: Für unsere heimische Insektenwelt ist diese Pflanze eine absolute Katastrophe. Geranien produzieren weder Nektar noch Pollen. Für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge sind diese farbenfrohen Blüten nichts weiter als wertlose Plastikblumen, die sie auf ihrer verzweifelten Nahrungssuche ignorieren.

Ihre bessere Alternative: Setzen Sie auf einen lebendigen, summenden Balkon! Lavendel, Katzenminze, Sonnenhut oder spezielle Wildblumenmischungen sehen fantastisch aus, duften himmlisch und retten unseren fliegenden Freunden das Leben.

Begonien

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Sie teilen leider das gleiche traurige Schicksal wie die Geranien. Begonien leuchten in den schönsten Farben, bieten unserer hungrigen Insektenwelt aber absolut gar nichts. In Zeiten des Insektensterbens sollten wir jeden Quadratmeter nutzen, um der Natur zu helfen. Ein Balkon voller Begonien ist vergeudeter Platz für den Artenschutz.

Ihre bessere Alternative: Verwandeln Sie Ihren Balkon in ein duftendes Mini-Biotop! Kräuter wie Thymian, Salbei oder Schnittlauch sind nicht nur ein Highlight für Ihre Küche, sondern magische Magneten für Bestäuber. Ergänzt mit hübschen Glockenblumen wird Ihr Balkon zum absoluten Hingucker, mit ökologischem Mehrwert.

Efeu und Wilder Wein

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Was gibt es Schöneres als eine grüne, dichte Pflanzenwand, die perfekten Sichtschutz bietet? Rankpflanzen wie Efeu, Wilder Wein oder Kletterrosen sind sehr beliebt. Doch hier ist Vorsicht geboten. Diese Pflanzen sind extrem aggressiv: Sie wuchern blitzschnell, bohren sich unbemerkt in kleinste Ritzen der Hausfassade und verursachen Bauschäden. Wer solche Pflanzen ohne Genehmigung des Vermieters an der Wand hochziehen lässt, riskiert Ärger. Im schlimmsten Fall drohen teure Rückbauforderungen und rechtliche Konsequenzen.

Ihre bessere Alternative: Privatsphäre geht auch ohne Bauschäden! Greifen Sie zu freistehenden Pflanzgittern mit Topfpflanzen. So haben Sie Ihren grünen Sichtschutz, verändern aber nichts am Gebäude und der Vermieter bleibt entspannt.

Darauf sollten Sie bei der Balkon-Bepflanzung achten

Ihr Balkon ist Ihre grüne Spielwiese, doch beim Geländer hört der Spaß oft auf. Rücksicht auf die Nachbarn ist nicht nur eine Frage des Anstands, sondern oft auch mietrechtliche Pflicht.

Pflanzen, die wild über das Geländer wuchern, dem Nachbarn unten auf den Tisch rieseln oder extrem starken, penetranten Duft verströmen, sind echte Stimmungskiller. Auch bei stark allergieauslösenden Pflanzen sollten Sie im Mehrfamilienhaus zweimal nachdenken.

Sprechen Sie am besten kurz mit Ihren Nachbarn und achten Sie darauf, dass Ihre Pflanzen nach innen oder kontrolliert ranken. Ein guter Nachbarschaftsfrieden ist schließlich durch keine noch so schöne Blume zu ersetzen.

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