Waldbrände wie sonst in Griechenland - und bald wieder Malaria in Österreich? Durch die Klimakrise breiten sich neue Gelsen und Zecken aus. Forscher schließen nicht aus: Auch gefährliche Krankheitserreger können Österreich erreichen.
Malaria ist seit den 50er Jahren in Österreich ausgebrochen - doch durch die Erderwärmung verändert sich auch die Tierwelt. Christian Komposch, neuer Präsident der Österreichischen Entomologischen Gesellschaft (ÖEG), spricht im ORF sogar von einem "totalen Umbruch der Fauna". Neue Arten profitieren von den neuen Bedingungen und somit könnten auch Krankheiten wie Dengue Fieber oder Malaria zurück ins Land kommen.
Arten aus Amerika oder Asien breiten sich aus
Vor allem sogenannte Neozoen - eingeschleppte Tiere aus Amerika oder Asien - breiten sich immer stärker aus. Diese Entwicklung zeigt sich besonders bei Gelsen und Stechmücken. In Österreich werden immer öfter neue Arten entdeckt, die ursprünglich aus wärmeren Regionen stammen. Zuletzt wurden Anopheles-Gelsen, die als Überträger infrage kommen, in Österreich entdeckt. Noch gibt es keine direkte Bedrohung, durch den Winter "schlafen" die Stechmücken noch. Doch im Juli und August - die heuer wieder besonders heiß werden sollen - seien sie aktiv.
"Malaria quasi vor den Toren Österreichs"
Derzeit tobt die Malaria in Afrika südlich der Sahara, Südostasien sowie im Amazonasgebiet in Südamerika. Doch Komposch warnt vor einer Ausbreitung in Europa." Die Malaria ist ja quasi irgendwo knapp vor den Toren von Österreich wieder", sagt er gegenüber dem ORF.
Gemeinsam mit Gelsen und Sandmücken kämen "neue Krankheitserreger zu uns, die dann sowohl für die Haustiere, also für die Nutztiere und für Menschen dann wirklich auch tatsächlich bedrohlich werden können", heißt es weiter