ORF-Stiftungsratschef Heinz Lederer und sein Stellvertreter Gregor Schütze äußerten sich am Mittwochvormittag in einer Pressekonferenz zur "Causa Weißmann".
"Im Prinzip haben wir alles gesagt", startete ORF-Stiftungsratschef Heinz Lederer am Mittwochvormittag eine Pressekonferenz rund um den Rücktritt von ORF-Generaldirektor Roland Weißmann. Lederer hatte sich bereits zuvor in mehreren Interviews, darunter auch auf oe24.TV, zu der Causa geäußert.
Nun werde man die Compliance-Stelle des ORF "umfänglich informieren", so Lederer. Radiodirektorin Ingrid Thurnher werde morgen im Stiftungsrat für die interimistische Führung vorgeschlagen.
Zwei Ausschreibungen geplant
Konkret wird es aber zwei Ausschreibungen geben. "Die erste Ausschreibung" werde "unverzüglich" passieren und sei jene bis zum Ende des Jahres 2026. Im Mai werde dann die zweite Ausschreibung folgen, die für die Funktionsperiode 1. Jänner 2027 bis 31. Dezember 2031 sei. Hierfür werde es auch eine Sondersitzung des Stiftungsrates im April geben. "Das sind also die zwei großen Schritte", so Lederer.
"Wir haben relativ rasch gehandelt"
Insgesamt resümierte Lederer: "Wir haben relativ rasch gehandelt". Im Stiftungsrat am Donnerstag werde man umfassend berichten. Man sei aber zu jeder Zeit mit vielen Anwälten im Kontakt gestanden, die "grünes Licht" für das Handeln gegeben hätten.
Lederers Stellvertreter Gregor Schütze erklärte, dass nun auch eine Taskforce eingerichtet werde. Man wolle eine "umfassende Aufklärung" und das "in allen Facetten".
"Das gibt uns schon zu denken"
Auf Nachfrage eines Journalisten, was mit "allen Facetten" gemeint sei, erklärte Lederer: Es gebe etwa ein Problem, was aufgefallen sei. Nämlich, dass sich die betroffene Mitarbeiterin einen Anwalt nehmen musste. "Das gibt uns schon zu denken", so Lederer. Denn es seien nicht die eingerichteten Stellen wie etwa die Whistleblower-Hotline verwendet worden. Es sei aber auch das Recht jeder Mitarbeiterin, sich einen Anwalt zu nehmen.
Thurnher entscheidet über Weißmann-Zukunft
Wie es mit Weißmann nun weitergehe, sei noch offen. Die neue Generaldirektorin müsse nun entscheiden und "ihre Schlüsse ziehen", so Lederer.