Arnautovic und Bremen mit Stotterstart

Champions League

Arnautovic und Bremen mit Stotterstart

Janko schaffte mit Twente hingegen eine kleine Sensation.

Bei Werder Bremen scheinen einige Krimi-Fans in der Mannschaft zu sein. Wie schon in der Qualifikation, als man ein 0:2 bei Sampdoria Genua noch drehte, muss man an der Weser auch in der Gruppenphase der Champions League in Rückstand geraten, um aufzuwachen. So kam man am ersten Spieltag gegen Tottenham Hotspur trotz 0:2-Rückstand noch zu einem 2:2.

Desolate Anfangsphase
Bremen wurde von Tottenham in der ersten halben Stunde vorgeführt. Ein Eigentor von Petri Pasanen (12.) und 2,01-m-Stürmer Peter Crouch (18.), der seinem Gegenspieler Pasanen bei einem Kopfball haushoch überlegen war, brachte die erstmals in der Champions League stehenden Londoner rasch in Front.

Eigentlich aus dem Nichts gelang Werder aber kurz vor dem Pausenpfiff noch der Anschlusstreffer: Wesley fand mit einer Flanke Hugo Almeida (43.). Für die Hanseaten war dies wie ein Startschuss. Bei strömendem Regen kamen die Hausherren wie verwandelt aus der Kabine, die Belohnung erfolgte sofort mit dem Ausgleich durch Marko Marin (47.). Die "Spurs" schienen nun angeschlagen und mussten am Ende mit dem Punktegewinn zufrieden sein.

Trainer Schaaf verärgert
"Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Wir haben aber gezeigt, dass wir Moral haben. Mit dem Punkt können wir leben", sagte Marin.

"Alles, was wir bei den Bayern gut gemacht haben, war in der ersten Halbzeit weg", ärgerte sich Trainer Thomas Schaaf nach Abpfiff: "Wir waren viel zu passiv. Wir haben die Situation einfach über uns ergehen lassen und wurden bestraft."

Note fünf für Arnautovic
Marko Arnautovic begann auf Seiten der Gastgeber auf ungewohnter Position im Sturmzentrum für den verletzten Claudio Pizarro. Der Österreicher wirkte dort aber verloren und hatte kaum Bindung zum Spiel. "BILD" gab ihm die Note fünf.

Sebastian Prödl zeigte hingegen ein gutes Spiel. Er blieb der einzige Ruhepol in der wackligen Werder-Abwehr.

Marc Janko hatte mit Twente Enschede im zweiten Spiel der Gruppe A trotz des gleichen Ergebnisses mehr Grund zum Jubeln. Das 2:2 gegen Vorjahressieger Inter Mailand war eine kleine Sensation.

Janko mit Beinahe-Tor
Der Niederländer Wesley Sneijder (14.) brachte Italiens Champion in Enschede gegen seine Landsleute zwar programmgemäß voran, Twente ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Der niederländische Meister, in dessen Reihen Janko bis zu seinem Austausch in der 77. Minute ebenso wie Arnautovic bei Bremen die Solo-Spitze gab, erwies sich als ebenbürtiger Gegner, der sich mehrere Chancen erspielte. Theo Janssen (20.) gelang mit einem perfekt gezirkelten Freistoß das 1:1, Inters Diego Milito drehte die Partie mit einem Kopfball ins eigene Gehäuse (30.).

Die gänzlich ohne Italiener spielende Inter-Elf von Neo-Trainer Rafael Benitez schien angeschlagen, konnte sich aber auf Samuel Eto'o verlassen. Der Kameruner setzte den Ball perfekt in die Maschen (41.). Janko hatte noch vor dem Pausenpfiff die große Chance, sich ins Rampenlicht zu befördern. Ein Kopfball des Niederösterreichers ging in der Nachspielzeit aber knapp über die Latte. Nach Seitenwechsel kontrollierten die Mailänder die Partie, Tor wollte aber keines mehr fallen.

Ergebnisse:
Olympique Lyon - FC Schalke 04          1:0 (1:0)
Tor: Bastos (21.)

Benfica Lissabon - Hapoel Tel Aviv      2:0 (1:0)
Tore: Luisao (21.), Oscar Cardozo (68.)

Manchester United - Glasgow Rangers                        0:0

Bursaspor - Valencia                                       0:4 (0:2)
Tore: Costa (16.), Aduriz (41.), Hernandez (68.), Soldado (76.)

FC Kopenhagen - Rubin Kasan                                1:0
Tor: N'Doye (87.). SR Thomas Einwaller (AUT)

FC Barcelona - Panathinaikos Athen                         5:1 (3:1)
Tore: Messi (22., 45.), Villa (33.), Pedro Rodriguez
(78.), Alves (93.) bzw. Govou (20.). Anm.: Messi vergab
einen Elfer (56.)