constantini training

WM-Quali

Ausfälle treffen Didi hart

Serbien macht Teamchef Constantini nervös. Er weiß: Österreich kann in Belgrad nur mit einer Glanzleistung bestehen.

Constantini war Montag im Camp in Bad Tatzmannsdorf angespannt und gereizt. Er ließ Fotografen abblitzen und grantelte: „Ich will meine Ruhe.“ Das AVITA-Hotel muss sich Österreichs Nationalmannschaft aber mit vielen Kurgästen teilen. Die laufen im Bademantel durch die Lobby, freuen sich darüber, Autogramme von den Kickern zu erhaschen.

Attraktion
Unser Fußballteam ist die große Attraktion in der Thermenregion. Ekrem Dag und György Garics sagten ab – wie von ÖSTERREICH angekündigt. Dag muss an der Schulter operiert werden. Beim Meisterstück von Besiktas Istanbul war er mit Schmerztabletten vollgepumpt. Und Italien-Legionär Garics bekam beim Match von Atalanta Bergamo gegen Inter Mailand in der Schlussphase von Ibrahimovic einen Schlag aufs lädierte Knie. „Ich kann kaum gehen.“ Eine Schwächung für die Abwehr.

Serben daheim top
Die Serben haben seit 1994 daheim nur zweimal verloren. Didi: „Bei uns darf keiner einen schlechten Tag haben“ – Constantini holte mit Julian Baumgartlinger und Florian Klein die beiden Neuerwerbungen der Austria ins Team. Sebastian Prödl versteckte seine Augen hinter Sonnenbrillen. Nach dem Cupsieg mit Werder Bremen hat er nicht viel geschlafen. Am Sonntag feierte Prödl mit 30.000 Fans in Bremen.

Zu spät!
Die meisten Spieler wurden Montag im neuen Mannschaftsbus mit dem Kennzeichen „EU Team 1“ von Wien nach Bad Tatzmannsdorf chauffiert. Bis 14 Uhr hätten alle einrücken sollen. Der ÖFB-Bus kam um 14.02 Uhr an. Zu dem Zeitpunkt wartete Constantini längst im Hotel. Für 16 Uhr setzte er eine Besprechung an. Eine halbe Stunde später wurde erstmals trainiert.

Von Christian Russegger/ÖSTERREICH