Austria: Erfolgslauf sorgt für Geldregen

Volle Kassen

Austria: Erfolgslauf sorgt für Geldregen

Club freut sich über Plus bei Zuschauern und Merchandising.

Der aktuelle Erfolgslauf und der winkende Meistertitel lassen bei den Stammspielern der Austria die Kassen klingeln. Für den Club bedeuten die Siege am laufenden Band aufgrund der Erfolgsprämien zwar Mehrausgaben. Auf der anderen Seite spülen sie reichlich Zusatzeinnahmen durch gestiegene Zuschauer- und Abo-Zahlen, Zuwächse im Merchandisingbereich sowie Bonuszahlungen von Sponsoren aufs violette Vereinskonto.

Angenehme Situation für Austria
"Es sind bei allem Mehraufwand sehr viele positive Nebeneffekte da", meinte Austrias Wirtschaftsvorstand Markus Kraetschmer. "Wir sind auf einem sehr guten Weg. Jetzt müssen wir den Rückenwind mitnehmen und davon profitieren", sagte der 41-Jährige, der auch von steigendendem Interesse von potenziellen Neo-Geldgebern und zahlreichen Spielertransferanfragen aus dem Ausland berichtete. "Prinzipiell wollen wir die Mannschaft zusammenhalten. Aber es ist gut zu wissen, dass die Austria-Spieler begehrt sind. Das ist eine angenehme Situation."

Champions League als Ziel
Für eine erste Bilanz des Erfolgsruns sei es noch zu früh. "Schließlich sind wir noch nicht durch", erinnerte Kraetschmer trotz des aktuellen 13-Punkte-Vorsprungs in der Tabelle. So richtig die Hände reiben könnten sich die Austria-Verantwortlichen natürlich erst dann, wenn der Club im Sommer erstmals in der Geschichte die Champions League erreichen würden.

Schalger gegen Bullen am Sonntag
"Wir haben wie immer budgetiert: 65 Punkte verbunden mit einem Europacup-Startplatz", erzählte Kraetschmer von der durchaus realistischen Erwartungshaltung im vergangenen Sommer. Nach 26 der 36 Runden halten die Austrianer nun schon bei 64 Zählern, mit einem weiteren Sieg am Sonntag (16 Uhr) im großen Schlager daheim gegen Salzburg würde man die budgetierte Punktemarke also bereits übertreffen.

Leistungsbezogene Prämien
Besonders lukrativ ist die Situation für die Austria-Kicker deshalb, weil es als Tabellenführer für einen Sieg deutlich mehr Prämie gibt, als wenn das Team etwa auf Rang fünf liegt. Die in den Spielverträgen fixierten Meisterprämien sind stark leistungsbezogen. "Die Höhe der Prämie hängt davon ab, wie oft der Spieler zum Einsatz kommt. Stammkräfte bekommen natürlich deutlich mehr als Spieler, die nur zwei, drei Kurzeinsätze hatten", erklärte Kraetschmer.

Am meisten räumen also die Dauerbrenner wie Tormann Heinz Lindner und Kapitän Mauel Ortlechner ab, das Duo hat in dieser Saison noch keine Bundesliga-Minute versäumt. Extraprämien für eventuelle Punkte- oder Torrekorde gibt es nicht.

Rekord bei Abo-Verkäufen
Das gestiegene Zuschauerinteresse in Wien-Favoriten ist deutlich erkennbar. "Knapp 6.500 Abos fürs laufende Frühjahr bedeuten einen absoluten Rekord", weiß Kraetschmer, der bereits seit 16 Jahren bei der Austria arbeitet. Besonders großes Gedränge herrscht bei jedem Match auch im VIP-Club.

Gespräche mit neuen Partnern laufen
Tagestickets fürs VIP-Areal sind nur noch sehr schwer zu bekommen, berichtete Kraetschmer. Dort laufen auch die Verhandlungen mit aktuellen und potenziellen Partnern, die derzeitige sportliche Lage bezeichnete Kraetschmer als "idealen Einstieg in positive Gespräche". Hilfreich war sie auch bei der bis Mitte März erfolgten Zusammenstellung der Lizenzierungsunterlagen.

Hosiner-Trikot als Verkaufsschlager
In den Fan-Shops sind die Trikots mit dem Schriftzug "Hosiner" nach wie vor der Renner, schließlich führt Austrias neuer Goalgetter Philipp Hosiner mit 27 Treffern die Liga-Torschützenliste überlegen an. Kraetschmer: "Man merkt sehr stark, dass sich auch im Bereich Merchandising der sportliche Erfolg durchschlägt."

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