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Peinlich

Austria geht gegen Waregem unter

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Die Austria hat endgültig ihren Tiefpunkt erreicht: 1:4-Heimniederlage gegen Zulte Waregem.

Eine halbe Stunde lang bot die Austria zu Beginn guten Fußball, danach ging es ganz bös bergab und der belgische Pokalsieger hatte seinen Spaß mit den heillos überforderten Austrianern. Logische Folge: eine klare Heimniederlage für die Veilchen. Bei Zulte-Waregem wurde Halbzeitprofi Matthys - " Am Vormittag verkaufe ich Schuhe, am Nachmittag trainiere ich" - mit einem Hattrick zum gefeierten Helden.

Parits neuer Generalmanager
Erste Folge des Austria-Debakels: Montag Früh wurde Ex-Trainer Thomas Parits zum neuen Generalmanager (früher Toni Polster) bestellt. Alle Details lesen Sie über den Link "Parits neuer Austria-Generalmanager".

Guter Beginn
Die Austria startete gar nicht schlecht, hatte schon in der 10. Minute durch Ertl sogar die erste große Chance: Lasnik-Corner, aber Ertl setzt den Ball vom Fünfer mit dem Kopf über das Tor.

Danach ging das Spiel munter hin und her, die Austria hatte allerdings ein optisches Übergewicht, das sich in der 22. Minute auch in einem Tor ausdrücken sollte: herrliche Aktion über rechts, Mair passt flach zur Mitte, Blanchard weiter auf Vachousek, der rollt im Fallen für Lasnik auf und der Linksfuß zieht ab - Tor. Allerdings unter kräftiger Mithilfe von Stepan Vachousek, der den Ball am Boden liegend entscheidend abfälschte.

Austria lässt nach
In der Folge ließ die Konzentration bei den Violetten immer mehr nach, die unnötigen Ballverluste am gegnerischen Strafraum häuften sich und so entstand schließlich auch der vermeidbare Ausgleichstreffer. Ballverlust in der gegnerischen Spielhälfte und Waregem konnte einen ihrer gefürchteten Konter starten: Schneller Pass in die Tiefe, Matthys lässt die komplette Austria-Abwehr stehen, umkurvt noch Goalie Safar und schiebt den Ball dann locker ins Tor.

Waregem übernimmt das Kommando
Danach war bei der Austria von konstruktivem, oder gar kreativem, Spielaufbau so gut wie nichts mehr zu sehen, die schnellen Belgier konnten oft nur mti Fouls gestoppt werden. Auch in der zweiten Hälfte wurde das Spiel der Wiener nicht besser, ganz im Gegenteil. Zwar brachte Schinkels mit Wallner zu Beginn der zweiten Hälfte einen weiteren Offensivspieler, dafür lösten sich defensives Mittelfeld und Verteidigung in ihre Bestandteile auf.

Matthys schlägt wieder zu
In der 56. Minute kann sich Matthys im Austria-Strafraum eine weite Flanke aus der eigenen Hälfte seelenruhig annehmen, lässt mit einer Drehung die ganze Austria-Abwehr aussteigen und schießt trocken ein. in der 69. Minute dann die nächste kalte Dusche für die kopf- und erfolglos agierenden Austrianer: Matthys steht wieder goldrichtig, drückt einen Querpass via Innenstange über die Linie.

Einer geht noch
Zum Drüberstreuen gab's dann auch noch das 1:4. Vandenriessche schloss einen der gefürchteten Waregem-Konter überlegt zum Endstand ab (90.). Aus Sicht der Austria gab es nur in der 66. Minute Toralarm. Da fällt Vachousek im Strafraum, Referee Jakobsson aus Island lässt aber zu Recht weiterspielen und gibt keinen Elfmeter.

Praktisch schon out
Das Abenteuer Uefa-Cup dürfte damit schon nach dem ersten Spiel gegen den vermeintlich schwächsten Gegner gelaufen sein. Die Austria bräuchte jetzt schon ein Wunder in Form eines Auswärtssiegs bei Ajax oder Espanyol, um noch mit dem Weiterkommen in die k.o.-Phase spekulieren zu dürfen. Mit der Donnerstag Abend gezeigten Leistung ist damit aber nicht zu rechnen. Eher das Gegenteil: In dieser Form muss die Austria aufpassen, in der Meisterschaft nicht noch tiefer in den Abstiegsstrudel zu trudeln.

Torfolge
1:0 (22.) Lasnik
1:1 (33.) Matthys
1:2 (56.) Matthys
1:3 (69.) Matthys
1:4 (90.) Vandenriessche

Austria: Safar - Ertl, Tokic, Radomski (72. Dos Santos), Troyansky (61. Schicker) - Schiemer (46. Wallner), Metz, Vachousek, Blanchard, Lasnik - Mair

Zulte Waregem: De Vlieger - D'Haemers, De Brul, Dindeleux, Reina - Sergeant, Verschuere, Nieuwenhuyze, Datti, Meert (71. Vandermarliere) - Matthys (85. Vandendriessche)

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