Austria jubelt über Tabellenführung

Remis für Bullen

Austria jubelt über Tabellenführung

Sturm besiegt Admira, Mattersburg gewinnt gegen Ried.

Die Wiener Austria hat ihren Erfolgslauf in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt und zumindest bis am Sonntag auch die Tabellenführung übernommen. Die Truppe von Chefcoach Peter Stöger besiegte Schlusslicht FC Wacker Innsbruck am Samstagabend in der Generali-Arena mit 2:0 (1:0) und feierte den vierten Erfolg in Serie. Die Entscheidung brachten ein Eigentor von Wacker-Innenverteidiger Martin Svejnoha (17.) und ein Treffer von Tomas Jun (58.).

Glanzloser Sieg
Die Wiener vermochten gegen die Tiroler keinesfalls zu glänzen, kamen dank der Unsicherheiten der Gäste in der Defensive aber trotzdem zu einem doch verdienten Heimerfolg. Das aktuell beste Ligateam hält nun bereits bei 15 von 18 möglichen Punkten und hat weiterhin nur einen Gegentreffer kassiert. Ganz anders die Situation bei den Tirolern, die nach der neunten Auswärtspartie ohne Sieg in Folge, nun ganz alleine im Besitz der "Roten Laterne" sind.

Änderungen bei beiden Teams
Stöger nahm nach dem 1:0-Erfolg in Ried nur zwei Umstellungen vor. Für den in die zweite englische Liga zu Wolverhampton abgewanderten Margreitter rückte Rogulj in die Innenverteidigung und Linz ersetzte den verletzten Kienast an vorderster Front. Bei den Tirolern gab es im Vergleich zum bitteren Heim-2:3 gegen Wiener Neustadt drei Veränderungen. Goalie Egger (für den kranken Safar) sowie Dakovic (Bergmann) und Perstaller (Fernandes) standen in der Startformation.

Tiroler Schützenhilfe
Vor der Pause bekamen die 7.380 Zuschauern nur magere "Fußball-Kost" geboten. Wacker verkaufte sich zu Beginn recht ordentlich, fing den Anfangssturm der Wiener gut ab. Mit der ersten halbwegs gefährlichen Aktion gelang der Austria aber trotzdem das 1:0 (17.) - allerdings nur dank tatkräftiger Unterstützung der Tiroler. Nachdem Vrsic aus 25 Metern abgezogen hatte, beförderte Svejnoha den abgeblockten Schuss vor Linz per Kopf ins eigene Tor. Safar-Ersatz Egger war machtlos.

Austria nicht zwingend
Mit der Führung im Rücken kombinierte die Austria ein wenig befreiter. Ein Schuss von Stankovic aus 17 Metern ging knapp an der linken Stange vorbei (24.). Doch auch die Tiroler kamen einem Torerfolg nahe. Schütz ließ Suttner stehen, schoss aber aus halbrechter Position aus kurzer Distanz knapp daneben (33.). Kurz vor dem Pausenpfiff konnte sich Wacker-Goalie Egger noch bei einem Halbvolley von Jun auszeichnen (44.).

Linz enttäuscht
Auch nach dem Seitenwechsel mühten sich die Wiener Richtung "Pflichtsieg". Wacker ließ die Chance auf den Ausgleich aus, ein Kopfball von Perstaller nach Wernitznig-Flanke ging vorbei (54.). Stöger reagierte nach 57 Minuten und brachte für den völlig farblos gebliebenen Linz den wiedergenesen Gorgon in die Partie. Und schon eine Minute später war die endgültige Entscheidung perfekt und wieder war etwas Glück im Spiel.

Jun sorgt für Entscheidung
Egger konnte einen Grünwald-Abschluss noch parieren, Jun staubte aber per Kopf zum 2:0 ab (58.). Die Innsbrucker konnten sich nicht mehr entscheidend aufbäumen, ganz im Gegenteil waren die Wiener gar dem 3:0 näher: Ein Kopfball von Jun ging vorbei (61.), zudem wurde ein Konter stümperhaft nicht richtig zu Ende gespielt (72.) und hielt Egger einen Gorgon-Schuss (79.). Die Tiroler sind nun im direkten Duell mit den Favoritnern schon seit acht Spielen sieglos.
 

Red Bull Salzburg - SC Wr. Neustadt 1:1

 Meister Salzburg hat in der sechsten Runde der Fußball-Bundesliga am Samstag neuerlich Punkte abgegeben. Die enttäuschenden "Bullen" kamen gegen Nachzügler Wiener Neustadt im eigenen Stadion über ein 1:1 (1:1) nicht hinaus, schon am vergangenen Wochenende hatte man sich bei der Admira mit einem 4:4 begnügen müssen. Die Schmidt-Elf rutschte damit auf Rang vier ab, Neustadt kletterte dank des vierten Saisonpunkts zumindest bis zum Sonntag auf Platz acht.

Hlinka hatte die defensiv gut stehenden Gäste mit seinem ersten Saisontor in der 33. Minute sogar in Führung gebracht. Der norwegische Neuzugang Berisha stellte nur wenige Sekunden später mit seinem ersten Bundesligatreffer den Endstand her (34.).

Österreichische Viererkette
Salzburg agierte nach der Verletzung von Mendes und Leitgeb, der kurzfristig wegen Knieproblemen passen musste, in einem 4-4-2 mit Mittelfeldraute, Maierhofer (als Kapitän) und Nielsen bildeten das Sturmduo. Bemerkenswert dabei: Mit Klein, Schiemer, Hinteregger und Ulmer bildeten erstmals seit langer Zeit vier Österreicher die Salzburger Viererabwehrkette. Dibon, der in der 65. Minute für Schiemer (Leistenblessur) kam, feierte indes sein Debüt für die Mozartstädter. Sein bis dahin letztes BL-Spiel hatte er am 25. Februar noch für die Admira absolviert.

Hlinka besorgt Führung, Ausgleich im Gegenzug
Die "Bullen" gaben spielerisch den Ton an und fanden durch Soriano (9., scheiterte an Goalie Siebenhandl) sowie Maierhofer (16., konnte völlig frei stehend das abgefälschte Zuspiel von Ulmer nicht verwerten) auch zwei gute Chancen vor. In Führung gingen aber überraschend die defensiv gut disponierten Gäste nach einem Eckball: Walke war beim Direktschuss des völlig frei stehenden Hlinka aus zwölf Metern ohne Chance.

Salzburg antwortete aber prompt mit dem Ausgleich durch Berisha, der nach einem unglücklichen Klärungsversuch Lenkos mit einem nicht allzu scharfen, aber präzisen Volley ins linke Eck auch sein erstes Tor in der Bundesliga erzielte.

Neustadt im Konter gefährlich
Nach dem Seitenwechsel schnürte Salzburg, das bis dahin lediglich in der Defensive Abstimmungsprobleme offenbarte, die Niederösterreicher zwar minutenlang in der eigenen Hälfte ein, fand aber nur selten kreative Wege zum Abschluss und ließ mit Fortdauer spürbar nach. Für die dramaturgischen Höhepunkte sorgte vielmehr Neustadt. Die Gäste hielten ihren offensichtlichen Plan ein, lauerten auf Konter und kamen so zu drei erstklassigen Möglichkeiten, die Tadic (57., 60.) und Friesenbichler (67.) aber ungenützt ließen. Spätestens danach gellten bereits Pfiffe für die verunsichert wirkenden Hausherren durch das Stadion.

Hitziges Finish
In einer turbulenten Schlussphase sah schließlich noch der eingewechselte Salzburger Zarate wegen Torraubs (Foul an Mimm) Rot. Schon in der nächsten Aktion musste auch Neustadts Fröschl nach einem Foul im Mittelfeld vom Platz (91.).

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Sturm Graz - Admira Wacker 3:2

Sturm Graz ist die Wiedergutmachung nach der 0:3-Schlappe bei Tabellenführer Rapid geglückt. Der Ex-Meister kam am Samstagabend im Heimspiel der sechsten Runde der Fußball-Bundesliga zu einem 3:2-(2:0)-Sieg über Admira Wacker Mödling. Damit rehabilitierte sich die Mannschaft von Peter Hyballa auch für die 0:3-Heimniederlage am 10. Mai gegen die Admira.

Die Neuzugänge Richard Sukuta-Pasu (24., 73.) und Nikola Vujadinovic (42.) trafen für die Steirer, ein Treffer von Lukas Thürauer (54.) und ein von Sturm-Mittelfeldspieler Haris Bukva (60.) per Kopf abgefälschter Freistoß von Marcel Sabitzer hatten der Admira den zwischenzeitlichen Ausgleich gebracht. In der Tabelle tauschten damit die Grazer, die nun zwei Zähler vor den Niederösterreichern Sechster sind, und das Kühbauer-Team die Plätze.

Doppelschlag von Sturm
Sturm begann stark und hätte bereits in Minute neun in Führung gehen müssen. Doch der Schuss von Szabics nach weitem Pass von Bukva zischte knapp am langen Eck vorbei. Auch ein Distanzversuch von Sukuta-Pasu schlug nur wenige Zentimeter neben der Stange ein (20.). In Minute 24 war es dann aber soweit: Nach einem Dudic-Corner brachte Madl per Fallrückzieher den Ball ins Fünfer-Zentrum, wo Sukuta-Pasu mit dem Kopf zur Stelle war.

Wenig später hatte Klem die Chance aufs 2:0, scheiterte aber im direkten Duell an Admira-Tormann Tischler (27.). Erst danach kamen die Gäste aus Niederösterreich etwas besser ins Spiel, allerdings ohne zwingende Chancen herauszuspielen. Kurz vor der Pause schlug Sturm erneut zu. Nach einem kurz abgespielten Corner flankte Bukva perfekt in die Strafraummitte, wo diesmal Vujadinovic lauerte und per Kopf den 2:0-Halbzeitstand besorgte (42.).

Admira kämpft
In Hälfte zwei gelang der Admira aber innerhalb von 15 Minuten das 2:2. Nach einem schnellen Angriff über rechts des von der Austria umworbenen Stürmers Patrick Hosiner konnte Sturm-Schlussmann Gratzei zwar zunächst noch kurz abwehren, doch Thürauer brauchte den Ball zum Anschlusstreffer nur noch über die Linie zu drücken (54.). Sechs Minuten später folgte der Ausgleich nach einem Sabitzer-Freistoß aus spitzem Winkel (60.), den Bukva per Kopf unhaltbar für Gratzei abfälschte.

Hosiner im Pech
Und nur 60 Sekunden später hatte Hosiner nach einem Doppelpass mit Schachner sogar das 3:2 auf dem Fuß, scheiterte aber aus kurzer Distanz an Gratzei (61.). Nach dieser Drangphase erwachte Sturm wieder, wobei vor allem die Einwechslung von David Schloffer (70. für Vujadinovic) neuen Schwung brachte. Er leitete auch das 3:2 ein, das der am kurzen Eck lauernde Sukuta-Pasu nach Ehrenreich-Stanglpass erzielte (73.). Wenig später landete eine Schloffer-Flanke an der Querlatte (75.). Sekunden vor dem Abpfiff hatte Hosiner nach Thürauer-Flanke noch die Riesenchance auf den Ausgleich, doch der Ball zischte am Tor vorbei (93.).

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SV Mattersburg - SV Ried 2:1

 Der SV Mattersburg hat am Samstag seinen Erfolgslauf in der neuen Fußball-Bundesliga-Saison fortgesetzt. Die Burgenländer setzten sich im Pappelstadion gegen die SV Ried mit 2:1 (2:0) durch und verbesserten sich mit zwölf Punkten aus sechs Runden auf den dritten Tabellenplatz. Potzmann (17.) und Bürger (45.+2) schossen eine 2:0-Führung für die Hausherren heraus, Hadzic erzielte in der 92. Minute das Anschlusstor und sah wenige Sekunden später die Rote Karte.

Rieder Serie gerissen
Während der SVM den saisonübergreifend vierten Heimsieg en suite landete, kassierten die Rieder nach zuletzt vier ungeschlagenen Auswärts-Auftritten wieder eine Niederlage. Den Grundstein zu ihrem vierten Erfolg in dieser Spielzeit legten die Mattersburger bereits in der ersten Hälfte. Nach einer Flanke von Farkas setzte sich Potzmann im Strafraum gegen Carril durch und überwand Ried-Goalie Gebauer zum 1:0 (17.). Für die Vorentscheidung sorgte Bürger in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, als er nach einem weiten Ausschuss von Borenitsch seinen Gegenspieler Reiter stehen ließ und mit einem trockenen Flachschuss ins kurze Eck erfolgreich war.

Ried nur aus Standards gefährlich
Weitere Einschussmöglichkeiten für die Gastgeber ließ Naumoski in der 7. Minute (Kopfball daneben) und in der 26. Minute (Schuss am langen Eck vorbei) aus. Die eher enttäuschenden Rieder kamen vor der Pause nur dank zweier Standard-Situationen vielversprechend vor das Mattersburger Tor: In der 7. Minute scheiterte Reifeltshammer nach einem Eckball aus kurzer Distanz an Borenitsch, in der 33. Minute wehrte der SVM-Schlussmann einen Gartler-Freistoß kurz ab, den abspringenden Ball setzte Reifeltshammer an die Stange.

Lauer Sommerkick mit hitziger Schlussphase
Nach dem Seitenwechsel sahen die rund 3.500 Zuschauer zunächst eine Partie, die bei hohen Temperaturen eher an einen lauen Sommerkick erinnerte. Die Rieder versuchten mit untauglichen Mitteln, doch noch die Wende zu schaffen, die Mattersburger begnügten sich mit dem Vorsprung, kamen aber vorerst zu den besseren Chancen - Gebauer musste bei Schüssen von Bürger (66., 70.) sein ganzes Können aufbieten. Auf der Gegenseite knallte Gartler den Ball aus spitzem Winkel meterweit über die Latte (75.).

Erst in der Nachspielzeit nahm das Match wieder an Fahrt auf. Hadzic verkürzte in der 92. Minute mit einem von Bürger abgefälschten Freistoß auf 1:2. Wenige Sekunden später setzte Hadzic zu einem Fallrückzieher an, "rasierte" dabei Bürger und sah für dieses Vergehen die Rote Karte.

Diashow: Die besten Bilder der 6. Runde

Die besten Bilder der 6. Runde

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