Kantersieg der Wiener Austria in Altach

Bundesliga

Austria mit Kantersieg in Altach auf UEFA-Cup-Kurs

Die Austria ist im einzigen Sonntagspiel gegen Altach zum Siegen verdammt, will man weiter auf UEFA-Cup-Kurs bleiben.

SCR Altach - Austria Wien 0:4 (0:0)
Die Wiener Austria hat im Sonntag-Spiel der 34. Runde mit einem 4:0-(0:0)-Auswärtserfolg gegen den SCR Altach im Rennen um die UEFA-Cup-Startplätze gegenüber dem LASK vorgelegt. Dank eines Doppelschlags von Hannes Aigner (71.) und Franz Schiemer (77.) sowie späten Treffern von David Lafata (88.) und Sanel Kuljic (92.) liegen die drittplatzierten Violetten in der Tabelle nun zwei Zähler vor den Linzern.

Altach eine Stunde ebenbürtig
Altach erwies sich zwar eine Stunde als zumindest ebenbürtig, vermochte jedoch nicht die sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen. Im Kampf gegen den Abstieg müssen die Vorarlberger damit weiter zittern. Bei sechs Zähler Vorsprung auf Schlusslicht Wacker Innsbruck benötigt Altach in den ausstehenden zwei Partien theoretisch noch einen Zähler. Allerdings fehlen in der kommenden Partie auswärts gegen Rapid mit Orman und Carreno zwei Verteidiger wegen Gelb-Sperren.

Die weiter auf Trainersuche befindliche Austria - angeblich stehen fünf Kandidaten in der engeren Auswahl - zeigte im Rennen um die UEFA-Cup-Startplätze zunächst wenig Ambitionen, den Abstand auf den LASK auszubauen. Auch die Altacher präsentierten sich, die Tabellensituation im Hinterkopf, abwartend, aber gefährlicher. Bereits nach drei Minuten schnappte die Abseitsfalle der Gäste nicht zu, Leonardo scheiterte aus spitzem Winkel aber an Fornezzi. Der slowenische Torhüter klärte auch bei einem knallharten Schuss von Hutwelker (10.) mit den Fäusten.

Kaum zwingende Austria-Aktionen
Die mit einem Fünfer-Mittelfeld hinter der von Beginn weg aufgebotenen Solo-Spitze Kuljic agierenden Violetten zeigten offensiv kaum zusammenhängende Aktionen. Bezeichnenderweise war die gefährlichste Aktion vor dem Pausenpfiff ein von Acimovic (26.) direkt aufs Tor getretener Eckball, Altach-Schlussmann Michl und die Latte retteten jedoch zunächst die Torsperre.

Auch die zweite Spielhälfte startete mit einer Chance der Vorarlberger, Schiemer konnte einen Schuss von Jaqua (48.) aber im letzten Moment abblocken. Der von Salzburg umworbene Teamverteidiger setzte sich auch im gegnerischen Strafraum in Szene, nach einem Eckball (58.) brachte er den Ball allerdings nicht im Tor unter. Zu diesem Zeitpunkt hatte Austria-Trainer Constantini notgedrungen bereits seine drei Wechsel verbraucht. Mit Gercaliu (Oberschenkel) und Sulimani (Unterleibprellung) schieden zwei Akteure verletzt aus, mit Aigner anstelle von Vachousek brachte Constantini eine echte zweite Spitze.

Energieanfall von Aigner bringt Führung
Altach-Coach Fuchsbichler setzte auf Defensive und brachte Pfister (68.) für den verwarnten Leonardo. Ein Energieanfall des eingewechselten Aigner ebnete den stärker werdenden Wienern aber die Führung. Der Tiroler im violetten Trikot überlief zwei Altacher und lupfte den Ball ins Tor (71.). Im Gegenzug vermasselte Fornezzi Altachs Routinier Kirchler (73.) mit einer Glanzparade den 100. Liga-Treffer. Aus einer Standardsituation schafften die Gäste die Vorentscheidung: Der unbewachte Schiemer (77.) verlängerte einen Acimovic-Freistoß per Kopf ins Netz.

Die Hausherren brachen danach in der Defensive auseinander, Lafata (88./nach Acimovic-Vorarbeit) und Kuljic (92.) sorgten in der Schlussphase im Konter noch für den in dieser Höhe unverdienten Austria-Kantersieg.