Robben-Verletzung

Bayern wollen Schadenersatz von Holland

Topstar fällt 2 Monate aus, Verletzung beim Nationalteam erlitten.

Der Streit zwischen dem deutschen Meister Bayern München und dem niederländischen Fußball-Verband wegen der Verletzung von Arjen Robben spitzt sich zu. Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge fordert von den Niederländern Schadensersatz, da der Ausfall des Nationalspielers den Verein viel Geld koste.

Bayern bitten Verband zur Kassa
"Es wäre nur fair, wenn diese Kosten vom holländischen Verband getragen werden", sagte Rummenigge in der Münchner "Abendzeitung" (Donnerstag-Ausgabe). Nicht der FC Bayern, sondern der Verband beziehungsweise der Verbandsarzt habe Robbens Verletzung - einen Muskelriss im linken Oberschenkel - zu verantworten.

2 Monate Puase
Robben wird den Bayern rund zwei Monate nicht zur Verfügung stehen. Der 26-jährige Flügelspieler hatte sich kurz vor der WM in Südafrika in einem Testspiel gegen Ungarn eine Muskelverletzung zugezogen, griff aber nach einer beschleunigten Rehabilitation noch für den Vizeweltmeister ins Turniergeschehen ein.

FIFA muss entscheiden
Rummenigge warf den Niederländern auch vor, in Südafrika keine Untersuchung Robbens durch Bayern-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt zugelassen zu haben. Die Bayern haben zur Schlichtung des Streits bereits den Weltverband FIFA angerufen, der den Clubs für die Abstellung von WM-Spielern Entschädigungszahlungen leistet.