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Vor CL-Showdown

Klopp staucht den Dolmetscher zusammen

"Ist natürlich Scheiße, wenn der Deutsch sprechende Trainer daneben sitzt"

Liverpool geht das Champions-League-Auswärtsspiel in Salzburg laut Trainer Jürgen Klopp "wie ein Finale" an. "Wir wissen das seit zwei Wochen und wir müssen dafür bereit sein", sagte der Deutsche bei einem Pressetermin am Montagabend. "Wir sind kein typischer Champions-League-Sieger, wir sind immer noch gierig. Wir werden um unser Leben rennen. Wir werden alles geben", kündigte er an.
 

"Bis in die Haarspitzen motiviert"

Er kenne den Gegner bestens, erklärte Klopp. "Wir kennen ihre Qualitäten im Konter. Aber das ist nicht ihre einzige Stärke. Ich kenne fast alle Stärken von Salzburg, so oft, wie wir sie jetzt angeschaut haben. Wir werden vorbereitet sein. Aber wir müssen trotzdem noch immer spielen." Klopp widersprach Mutmaßungen, sein Team würde Salzburg vielleicht auf die leichte Schulter nehmen: "Wir sind hundertprozentig bis in die Haarspitzen motiviert."
 
Die Frage eines norwegischen Journalisten galt natürlich Erling Haaland. Inwiefern sich Liverpool auf den Norweger eingestellt habe, wurde Klopp gefragt. "Wir müssen sichergehen, dass er nicht so viele Bälle bekommt. Er ist 19 Jahre alt, ein großes Talent, ich wünsche ihm eine wunderbare Zukunft", meinte der Liverpool-Coach. Haaland sei aber "unglücklicherweise nicht der einzige starke Spieler in diesem Team".

Ärger über Dolmetscher

Innenverteidiger Dejan Lovren reiste mit der Mannschaft nach Salzburg, der angeschlagene Mittelfeldmann Adam Lallana blieb indes zu Hause. Liverpool-Kapitän Jordan Henderson erklärte mit Blick auf die Partie am Dienstagabend: "Wir wissen um die Schwere der Aufgabe. Aber wir haben Erfahrung damit und auch das nötige Selbstvertrauen." - Ein Satz, der vom Dolmetscher falsch übersetzt wurde. Salzburg habe beim 3:4 in Liverpool bewiesen, dass sie im Konter gefährlich sein können.
 
Bei Hendersons Ausführungen wies Klopp den Dolmetscher zurecht, als dieser eine Aussage des Engländers ins Deutsche übersetzte. "Ist natürlich Scheiße für den Dolmetscher, wenn der Deutsch sprechende Trainer danebensitzt. Er hat nicht gesagt: ‚Wir wollen es leicht angehen‘, sondern: ‚Wir sind uns der Schwere der Aufgabe bewusst‘ – das normale Zeug halt. Also schon zuhören. Sonst kann ich das auch übersetzen. Das ist ja nicht so schwer", sagte Klopp - um auf Englisch an die Journalisten gerichtet zu betonen: "Ich bin schon im Wettkampfmodus. Das kann ich Ihnen sagen."