Austria: Letzte Chance im Titelrennen

Ab 16.30 Uhr LIVE

Austria: Letzte Chance im Titelrennen

Veilchen brauchen bei den Bullen in Salzburg unbedingt einen Sieg.

Red Bull Salzburg will sich im direkten Duell mit der Austria eines Verfolgers entledigen. Der Meister und Tabellenführer empfängt den Dritten im Schlager der 24. Runde am Sonntag (16.30 Uhr im Live-Ticker). Vier Punkte beträgt aktuell der Rückstand der Wiener, die als stärkstes Auswärtsteam der Liga nach Wals-Siezenheim reisen. Salzburg ist mit acht Siegen aus elf Spielen indes die beste Heimelf.

Austria wittert Chance
Auch gegen die Austria ist Salzburg Favorit. Zwar trotzten die Violetten dem Titelverteidiger zuletzt drei Unentschieden ab, in der Red-Bull-Arena war für die Austria in der Vergangenheit aber wenig zu holen. In den jüngsten elf Auswärtsantritten bei den "Bullen" holte sie nur einen Sieg (21. September 2014, 3:2). Austria-Trainer Thorsten Fink betonte dennoch: "Die Chance ist immer da. Es ist im Moment nicht so, dass Salzburg alles und jeden total dominiert."

Dennoch befinden sich die Mozartstädter derzeit auf dem Weg zum neuerlichen Double-Gewinn. Das Duell am Sonntag ist auch eine Generalprobe für das Cup-Halbfinale, in dem Salzburg am 20. April ebenfalls zu Hause auf die Austria trifft. In der Meisterschaft liegt die Mannschaft von Neo-Trainer Oscar Garcia auf Platz eins punktegleich mit dem Zweiten Rapid. Die Hütteldorfer haben am Sonntag im Heimspiel gegen Grödig drei Punkte eingeplant und könnten in der früher angesetzten Partie vorlegen.

Garcia optimistisch

Zum Titelrennen bzw. die Möglichkeit, die Austria aus diesem zu verabschieden, wollte sich Garcia am Freitag aber nicht wirklich äußern. "Ich spreche grundsätzlich nicht gerne im Konjunktiv, nach dem Spiel können wir weitersehen", meinte der Spanier. Er zollte der Austria Respekt. "Nicht umsonst ist uns gegen diese Mannschaft noch kein Saisonsieg gelungen. Wir haben uns diese Woche akribisch auf dieses Spiel vorbereitet", sagte Garcia.

Er erwartete, dass beide Teams den Weg zum Tor suchen. Der Austria wolle man "unser Spiel aufzwingen", betonte Salzburgs Chefcoach. Dabei mithelfen wird wieder Kapitän Jonatan Soriano, der seine Hüftverletzung überwunden hat und laut eigenen Angaben zu hundert Prozent fit ist. "Ich bin bereit für die Austria", verkündete Soriano. Der 15-fache Saisontorschütze warnte ebenfalls vor dem Gegner: "Beide Mannschaften spielen auf ähnlichem Niveau. Wir tun uns immer schwer gegen die Austria."

Keita wieder dabei?

Ein weiterer wichtiger Baustein im Teamgefüge könnte am Sonntag ebenfalls wieder von Beginn an einlaufen. Der in der Winterpause an Malaria erkrankte Naby Keita feierte bereits beim 2:0 gegen Altach in der Vorwoche als Wechselspieler ein Comeback. Garcia wollte noch das Samstag-Training abwarten, ehe er seine Start-Elf benennt. Gerechnet wird in Salzburg mit über 10.000 Zuschauern.

Die Austria tat sich in der Ferne in dieser Saison deutlich leichter als zuhause. In der Heimtabelle nur auf dem siebenten Platz liegend, sind die Wiener auswärts die Nummer eins. In Salzburg gelang in den vergangenen elf Antritten aber nur jener eine Erfolg Ende September 2014. Um die Chance auf einen neuerlichen Punktegewinn zu maximieren, müssen die Violetten im Defensivverhalten eine Steigerung zeigen.

Abwehr als Austria-Baustelle
Beim 2:2 gegen Mattersburg war die Abwehr wie zuvor beim 0:3 gegen Rapid mitunter löchrig. Gegen Salzburg fehlt außerdem der gesperrte Linksverteidiger Christoph Martschinko. Fink verlangte von seinem Team, sich taktisch besser als zuletzt zu verhalten. "Tun wir das, wird sich das auch in unseren Resultaten widerspiegeln", meinte der Deutsche. Er wollte vor der Reise zum Meister nicht zu viel Druck aufbauen: "Wir können frei ins Spiel gehen, da wir nach unten einen gewissen Vorsprung haben. Ich sehe einen positiven Druck auf unserer Seite."