1:0 gegen GAK

Hartberg stolpert sich in Schneeschlacht zum Sieg

Der TSV Hartberg hat im 250. Spiel des Clubs in der Fußball-Bundesliga einen großen Schritt in Richtung Meistergruppe gemacht.  

Die Truppe von Manfred Schmid bezwang am Samstag im steirischen Duell den Vorletzten GAK dank eines Treffers von Fabian Wilfinger (59.) mit 1:0 und liegt zwei Runden vor der Ligateilung aktuell als Fünfter drei Punkte vor dem Siebenten Altach. Auf Tabellenführer Salzburg, der erst am Sonntag spielt, fehlen nur zwei Punkte.

Schmid ist seit Freitag 55 Jahre alt, er durfte sich über ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk freuen. Die Hartberger sind auch nach dem sechsten direkten Oberhausduell mit den Grazern unbesiegt, im Vergleich zum 0:0 im Herbst gab es diesmal drei wichtige Punkte. Es war der erste Sieg im Frühjahr nach zwei Remis, die hatte es zuvor auch für den GAK gegeben, der weiter drei Zähler vor Schlusslicht Blau-Weiß Linz liegt. Fans und Vereinsverantwortliche hatten am Freitag stundenlang geschaufelt, um den Rasen in der Profertil Arena vom Schnee zu befreien und das Spiel damit zu ermöglichen.

Harakate bei GAK zurück

Bei den Hartbergern gab es im Vergleich zum Heim-0:0 gegen Altach nur eine Änderung, Habib Anis Coulibaly ersetzte Maximilian Hennig, Stürmer Elias Havel biss trotz einer Beinhautentzündung die Zähne zusammen. Bei den Grazern präsentierte sich die Startelf gegenüber dem 1:1 gegen Salzburg an drei Positionen verändert. Martin Kreuzriegler musste verletzt passen, Tobias Koch gelbgesperrt, dadurch rückten Ludwig Vraa und Mark Grosse ins Team. Vorne kehrte der zuletzt gesperrte Topstürmer Ramiz Harakate zurück, Alexander Hofleitner musste auf die Bank.

Harakate war es auch, der vor 3.470 Zuschauern für das erste Highlight sorgte, sein leicht abgefälschter Volley-Abschluss ging aber drüber (12.). Auf der anderen Seite wurde es erst in der 23. Minute erstmals interessant. Am Ende einer Mehrfachchance klärte Donovan Pines im Liegen einen Schuss von Benjamin Markus mit der Hand, Elfmeter gab es nach minutenlangem Check aber keinen, da zu Beginn der Aktion ein Foulspiel von Markus an Jacob Italiano nicht geahndet worden war. Italiano selbst hätte in der Folge mit einem Kopfball beinahe ein Eigentor fabriziert (36.).

Wilfinger stocherte Ball über Linie

Auch nach Wiederbeginn gab es auf beiden Seiten wenig Spielfluss, Hartberg hatte die besseren Momente, Kopfbälle von Havel (47.) und Dominic Vincze (55.) verfehlten das Gehäuse. Vor allem bei Standardsituationen wurde es gefährlich und daraus resultierte auch der spielentscheidende Treffer. Havel verlängerte eine Kainz-Ecke per Kopf zu Wilfinger, der sich den Ball via Fuß, Schulter und Kopf herrichtete und diesen mit dem vierten Kontakt über die Linie stocherte. Der Ausgleich von Hofleitner per Kopf nach Klassen-Freistoßflanke zählte zurecht wegen Abseits nicht (82.).

Als Schiedsrichter war Markus Greinecker im Einsatz, der für Walter Altmann eingesprungen war. Dieser hatte es aufgrund der Wetterkapriolen nicht rechtzeitig von seinem Donnerstag-Einsatz in Polen als vierter Offizieller bei Jagiellonia gegen Fiorentina (0:3) in der Conference League in die Steiermark geschafft.

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