Die Austria hat sich nach drei Siegen in Folge gegen Sturm Graz, Salzburg und Rapid in Altach geschlagen geben müssen.
Die heimstarken Vorarlberger setzten sich am Samstag gegen die Wiener 2:1 (2:1) durch und wahrten damit die Chance auf den Sprung in die Top sechs. Alle Tore fielen binnen drei Minuten. Filip Milojevic (31.) und Mohamed Ouedraogo (34.) trafen für die Altacher, Johannes Eggestein (33.) glich für die Austria nur kurzzeitig aus.
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Das Team von Stephan Helm verpasste damit die Chance, zumindest für einen Tag auf Platz eins vorzustoßen. Altach ist vorerst bis Sonntag Tabellen-Siebenter, die Chance auf den Sprung in die Top sechs lebt. Zwei Runden sind im Grunddurchgang noch zu absolvieren.
Die Austria war mit einem klaren Ziel ins "Ländle" gereist. Obwohl mitten in die Derby-Euphorie wieder die tiefe Kluft zwischen der Clubführung und der Investorengruppe um Jürgen Werner für alle sichtbar wurde, winkte die vorzeitige Qualifikation für die Meistergruppe. Auch die Hausherren konnten nicht klagen: Der Altacher Start ins Frühjahr unter Ognjen Zaric durfte mit zwei Siegen in drei Pflichtspielen im ÖFB-Cup und der Liga ebenfalls als geglückt gewertet werden. Zaric sollte am Ende auch im vierten Spiel als Altach-Coach ungeschlagen bleiben.
Wilde Phase nach halber Stunde
Beide Teams mussten Stammkräfte vorgeben. Bei den Altachern fehlten der angeschlagene Rechtsverteidiger Sandro Ingolitsch sowie der gesperrte Mittelstürmer Ousmane Diawara. Bei den Wienern musste der erkrankte Abwehrchef Aleksandar Dragovic passen. Altach suchte von Beginn an den Zug nach vorne, die Austria war beschäftigt, die Räume vor dem eigenen Strafraum dicht zu machen. Die erste gefährliche Szene ereignete sich erst in der 25. Minute. Austrias Lee Tae-seok zog ab, Altach-Keeper Dejan Stojanovic war erstmals gefordert. Danach folgten wilde Minuten im Schnabelholz.
Den Anfang machte Altach. Milojevic schraubte sich nach einem Eckball erfolgreich hoch, für den 21-Jährigen war es sein erster Treffer in der Bundesliga. Als die Vorarlberger Fans noch jubelten, folgte schon die Antwort der Gäste - unter kräftiger Mithilfe der Altacher. Mike Bähre ließ sich vor dem eigenen Strafraum von Abubakr Barry den Ball abluchsen, der formstarke Eggestein vollendete per Lupfer. Der Deutsche traf damit auch im vierten Liga-Spiel in Folge. Sekunden nach dem neuerlichen Anpfiff folgte der nächste Treffer wieder auf der anderen Seite. Srdjan Hrstic erlief einen langen Ball und sah im Zentrum den völlig freien Ouedraogo. Altachs Pausenführung war verdient.
Austria mit zu wenig Ideen
Die Austria kam unverändert retour und war nun aktiver. Eggestein hätte sein Torkonto ausbauen können, er scheiterte aus spitzem Winkel an Stojanovic (54.). Ansonsten verteidigte Altach den Vorsprung ohne gröbere Probleme. Die Violetten konnten nicht den nötigen Druck aufbauen, um Benedikt Zech und Co. in Verlegenheit zu bringen. Einzig Reinhold Ranftl kam dem Ausgleich noch einmal nahe (84.).