Journalisten fordern Entschuldigung

Offener Brief an Rapid

Journalisten fordern Entschuldigung

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Rapid bekommt seine Chaoten-Fans nicht in den Griff. Gegen Sturm der nächste Eklat.

Zweimal sorgten die Rapid-Chaoten in dieser Saison bereits für Ausschreitungen, die Spielunterbrechungen zur Folge hatten. Am Samstag dann der negative Höhepunkt. Der „Block West“ präsentierte zu Beginn der Partie gegen Sturm eine Choreografie mit der Aufschrift: „Die wahren Verbrecher hier seid ihr – Journalisten Terroristen.“

Abputzen. Eine Entgleisung zwei Tage nach dem terroristischen Anschlag in Barcelona. Die Empörung war groß. Und die Rapid-Verantwortlichen putzten sich wieder einmal ab. Geschäftsführer Peschek, der unter der Woche eine Aussprache mit den Vertretern der Fan-Klubs hatte, sagte nur: „Die Aufschrift haben wir vorher nicht gewusst und schon gar nicht abgesegnet. Wir distanzieren uns davon.“ Eine Entschuldigung folgte nicht.

Klarstellung. Die fordert nun die Vereinigung Österreichischer Sportjournalisten in einem offenen Brief, den ORF-Sportchef Hans-Peter Trost an Rapid-Präsident Michael Krammer adressierte. Darin heißt es unter anderem: „Das Zulassen eines Transparents, noch dazu in den sozialen Medien angekündigt, auf dem Journalisten pauschal als Terroristen bezeichnet werden, geht eindeutig zu weit. Wir erwarten eine eindeutige öffentliche Klarstellung und Entschuldigung im Sinne einer weiteren konstruktiven Zusammenarbeit.“

Schaden. Die Chaoten bereiten Rapid nicht nur einen großen Imageschaden, sondern kosteten den Klub insgesamt schon mehr als eine Million Euro Geldstrafen.

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