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Klage

Kärnten fordert insgesamt 6,1 Mio Euro

Nach der Klage gegen Austria Kärnten will der FC Kärnten weitere rund zwei Millionen von Stadt und Land einfordern.

Nächster Akt in der Klagenfurter Klagenflut: Heute Vormittag soll in der Klagenfurter Anwaltskanzlei Gheneff-Rami-Sommer eine weitere Klage des FC Kärnten ausgearbeitet werden. FCK-Präsident Josef Steindorfer: "Es gibt ein Konvolut aus Zusagen, Verhandlungsergebnissen und Beschlüssen der Stadt- und der Landesregierung über Zuwendungen an den FC Kärnten. Wir wurden immer nur hingehalten." Nach dem sportlichen Abstieg in die Regionalliga soll wenigstens der wirtschaftliche Schaden in Grenzen gehalten werden. Zwei Millionen Euro stehen als weitere Forderung (vor allem an Stadt und Land) im Raum.

Ausständige Subventionen. Außerdem habe der FC Kärnten fünf Jahre lang das Bundesnachwuchszentrum selbst finanziert, bis es 2003 Akademiestatus erhalten hatte. Dafür stellt der FCK in einer Klage an den Senat II der Bundesliga am Freitag der Austria Kärnten unter dem Titel "Akademie" 1,4 Millionen Euro in Rechnung, weitere 1,3 Millionen für Aufwendungen von 2003 bis zur Akademie-Übergabe am 30. Juni 2007. Der FCK verlangt außerdem 588.610 Euro für die Transferrechte von 117 Nachwuchsspielern. Das Land Kärnten habe zudem eine Subvention für die Akademie beschlossen, welche aber nie an den FCK als Trägerverein geflossen sei. Die jetzige Austria-Akademie erhalte eine Million pro Jahr.

Millionen nur für Pasching. Für die "Sitzverlegung" von Superfund Pasching nach Kärnten, die die Geburt der Austria ermöglicht hatte, seien 5 Mio. Euro an die Pasching-Eigentümer bezahlt worden, so FCK-Anwalt Peter Vogl. "Den SV Pasching hat Austria-Präsident Mario Canori geschenkt bekommen, ich muss aber fordern, was uns zusteht, wir haben das zehn Jahre lang aufgebaut", so FCK-Boss Steindorfer verbittert.