Knallhart: Jetzt schlägt Hofmann Alarm

Rapid-Krise

Knallhart: Jetzt schlägt Hofmann Alarm

Rapid-Kapitän bricht sein Schweigen und nimmt die Spieler in die Pflicht.

Der SK Rapid rutscht immer tiefer in die Krise. Die Trainer-Diskussionen um Damir Canadi werden lauter. Auch wenn Präsident Krammer davon noch nichts wissen will. Fakt ist: Der letzte Dreier wurde am 11.12.2016 eingefahren. Was, wenn Rapid auch im Doppel gegen St. Pölten versagt?

In der Liga liegen die Grünen drei Zähler vor dem Achten, würden bei einer Pleite (am 1. April) endgültig im Abstiegskampf feststecken. Lediglich drei Tage später trifft man im ÖFB-Cup erneut auf die Niederösterreicher - und der Druck ist nicht weniger groß. Denn scheidet Rapid aus, muss man die letzten Hoffnungen auf einen Europacup-Startplatz begraben.

Es könnten Schicksalsspiele werden: für Canadi, für den Rekordmeister. Am Rande der Pressekonferenz zum Benefizspiel gegen die Vienna platzte dem Kapitän Steffen Hofmann der Kragen. Im ORF-Interview ließ er seinen Emotionen freien Lauf.

"Ich schlafe im Moment nicht"

"Wir haben richtige Probleme, müssen schauen, dass wir möglichst schnell wieder rauskommen. Träumen tu ich nicht, weil schlafen tu ich im Moment auch nicht", so die klare Ansage. Die nackten Zahlen belegen die angespannte Gemütslage des sonst eher zurückhaltenden Erz-Rapidlers.

© GEPA

(c)

In sechs Frühjahrsspielen gab's die magere Ausbeute von drei Punkten. Der Absturz auf Tabellenplatz Nummer 7 ist die Folge, der Rekordmeister liegt plötzlich nur noch sieben Punkte vor dem Tabellenletzten SV Ried. Kein Wunder, dass die Stimmung in Hütteldorf schon einmal besser war.

Die öffentliche Schelte von Canadi an den Spielern hat die Lage aber nicht zusätzlich verschärft, stellt Hofmann fest. "Sie sind die sportliche Leitung und sind unzufrieden. Das haben wir zu akzeptieren", erklärt der 35-Jährige. Wie soll es nun weitergehen? Hofmann will seine Mitspieler aufwecken.

So wie beim 1:1-Heimremis gegen Mattersburg. Da legte er sich mit Ex-Teamkollege Stefan Maierhofer und dem Schiri an. Von einer zusätzlichen Leistungsexplosion auf dem Platz würden auch seine Mitspieler profitieren. Im Frühjahr hat das Krisen-Team erst vier Mal ein Tor erzielen können.