LASK sinnt auf Revanche gegen Sturm

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LASK sinnt auf Revanche gegen Sturm

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Der LASK will nach der Pleite in Graz heute zurückschlagen - Im Kampf um Rang 3 zählt für Thalhammer-Elf nur ein Dreier.

Nach dem 1:3 in Graz platzte Coach Dominik Thalhammer der Kragen: "So darf man einfach nicht auftreten. Wir müssen schleunigst wieder in die Spur finden." Im Kampf um Rang 3 steigt heute das Wiedersehen mit Sturm (Ab 18:30 HIER im Sport24-LIVE-Ticker). Die klare Marschroute: Verlieren ist verboten! "Wir müssen und werden ein ganz anderes Gesicht zeigen", so Abwehrboss Gernot Trauner.

Ilzer: "Weiter angreifen, um in Top 3 zu kommen"

Sturm hingegen will den Platz auf dem Stockerl heuer nicht mehr hergeben. Trainer Christian Ilzer verspricht: "Wir werden weiter angreifen, damit wir unter die Top 3 kommen." Den letzten Sieg beim LASK gab es im April 2019.

Extra Kräfte zu sparen, um den "Bullen" am 1. Mai im Endspiel Paroli zu bieten, ist für den LASK gegen Sturm nicht angesagt. "Das beste Doping für das Cupfinale ist ein Sieg", betonte Thalhammer. "Wir wollen morgen die bestmögliche Aufstellung auf den Platz bringen. Aber natürlich hat der engere Kader bewiesen, dass wir da gute Qualität haben und immer die ein oder andere Position wechseln können."

Mit Johannes Eggestein wirkte etwa der beste Saisontorschütze in Graz erst nach gut einer Stunde mit. Und Verteidiger Andres Andrade wurde ebenfalls geschont. Beide könnten am Mittwoch wieder in der Startelf stehen. Der stark aufspielende Rene Renner fehlt dafür nach einem Schlag auf die Wade. Thomas Goiginger gab den Glauben an das Kollektiv weiter: "Wir müssen als Mannschaft als Einheit auftreten."

Duell Yeboah gegen Trauner  im Fokus

Mit diesem Spirit sollen auch die Wege von Sturm-Angreifer Kelvin Yeboah eingeengt werden, den die Linzer zuletzt nur mit zwei Elfmeterfouls stoppen konnten. Die "Benchmark" habe man mit dem Spiel gegen Salzburg selbst vorgegeben, meinte Thalhammer: "Wie wir gemeinsam im Kollektiv Patson Daka über 90 Minuten neutralisiert haben, war fantastisch. Darum geht's." Eins-gegen-Eins-Situation von Gernot Trauner gegen Yeboah sollen tunlichst vermieden werden.

"Ich bin überzeugt, Gernot Trauner wird morgen wieder in das eine oder andere Eins-gegen-Eins mit dem Kelvin laufen", gab Christian Ilzer mit einem breiten Grinsen quasi ein Versprechen ab. Man habe sich nicht nur gegen Trauner, den Ilzer als "brutalen Qualitätsspieler" adelte, wieder etwas überlegt. Am Grundrezept, das möglichst schnelle Spiel in die Spitze, wird der Sturm-Coach aber nicht rütteln. Auch aus Respekt vor der "absoluten Spitzenmannschaft" LASK: "Jeder Pass, den du quer spielst, ist ein Pressingpunkt für den LASK."

Kurios: Das kleine Spielfeld in Pasching ist nach einer zeitweisen Vergrößerung seit Montag auf eine Art Mittelvariante geschrumpft. Grund dafür ist, dass die notwendigen Sicherheitsabstände zu den Banden in der neuen Version doch recht klein gewesen seien, erklärte die Bundesliga gegenüber der APA.

Die Stimmung bei Sturm wirkt gelöst. Das Team gewinnt verlässlich das Gros der Zweikämpfe, stellt mit einem Gegentor pro Spiel weiter die beste Defensive der Liga und greift nun in einer Umbruchsaison nach dem dritten Platz. Bei einem weiteren Sieg gegen den LASK hätte Sturm, das bei Punktegleichheit vorgereiht wird, schon vier Zähler Vorsprung. Gewinnt Salzburg den Cup, würde Platz drei zumindest sechs Spiele in der Gruppenphase der neu geschaffenen Conference League bedeuten, für die es medial kolportierte vier Millionen Euro Startgeld geben soll.

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