Suttner und Grünwald bleiben Veilchen

Zukunft geklärt

Suttner und Grünwald bleiben Veilchen

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Alexander Grünwald und Markus Suttner werden nach dem Ende ihrer aktiven Karriere als Fußball-Profis bei der Wiener Austria in der Geschäftsstelle tätig werden.  

Wie am Mittwoch im Rahmen des Mitgliederfests des Bundesligisten bekannt wurde, wird das Duo ab Anfang Oktober im Business-Bereich für die Partner-Akquise und -Betreuung werken. Grünwald und Suttner absolvieren derzeit eine Management-Ausbildung in der Akademie von Austria-Sponsor Harreither.

Die langjährigen Austrianer Grünwald und Suttner bestreiten am Samstag im Heimspiel gegen Sturm Graz ihre Abschiedsvorstellungen. Grünwald spielte elf Jahren bei den Profis der Austria. Der 32-Jährige holte mit den Favoritnern 2013 ebenso den Meistertitel wie Linksverteidiger Suttner. Der 35-Jährige war vor zwei Jahren nach Stationen in Deutschland und England zu seinem Stammverein zurückgekehrt. 

Vorstand Gerhard Krisch: „Die Austria-Geschäftsstelle erhält prominente Verstärkung. Ich freue mich, dass wir zwei so verdienstvolle Spieler auch über ihre Fußballerkarriere hinaus für unseren Weg gewinnen konnten. Alex Grünwald und Markus Suttner haben eine Dekade des Vereins mitgeprägt. Uns ist wichtig, Legenden und langjährige Spieler in unsere Teams einzubinden. Es gibt bei uns aktuell viele Beispiele, bei denen das hervorragend funktioniert. Alex Grünwald und Markus Suttner absolvieren aktuell den MBA in der Harreither-Akademie und konnten auch bei den Vertragsgesprächen fachlich überzeugen. Wir wollen die Partner-Betreuung und -Akquise weiter professionalisieren.“

Markus Suttner: „Ich habe der Austria so vieles zu verdanken, sie hat mir eine Karriere als Profifußballer ermöglicht. Nach meinen Auslands-Abenteuern noch einmal zur Austria zurückzukehren, war eine Riesenehre für mich. Ich hab‘ mich für unsere Farben immer zerrissen. Körperlich hätte ich vielleicht noch 1,2 Jahre dranhängen können, aber ich wollte mich verletzungsfrei aus dem Leistungssport verabschieden. Ich freue mich einfach drauf, endlich mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen: die Abende, die Wochenenden, einmal im Sommer gemeinsam wegzufahren.

Die Austria wird selbstverständlich immer ein großer Teil meines Lebens bleiben, weshalb ich ihr auch erhalten bleibe: Ich werde nach der Sommerpause in die Geschäftsstelle wechseln und dort weiterhin 100 Prozent für diesen Klub geben, sodass wir in Zukunft endlich wieder dort ankommen, wo wir hingehören.

Ich möchte mich bei allen Fans für diese 16 Jahre im violetten Trikot bedanken. Für eure Anerkennung und Unterstützung. Ich bin ein sehr dankbarer Mensch. Das werde ich nie vergessen.“ 

 

Alexander Grünwald: „Als die Austria in meiner Kindheit einmal in Kärnten zu Gast war, hat mir das imponiert. Das Technische, die spielerische Finesse. Ich wollte mir den Traum des Fußballprofis erfüllen und bin als Kleiner nach Wien übersiedelt. Dass es dann bei der Austria für mich geklappt hat, war für mich das Allergrößte.

Vor meinem letzten langfristigen Vertrag bei der Austria hatte ich lukrative Angebote, habe mich aber dagegen entschieden. Ich bereue das nicht. Es macht mich rückblickend umso stolzer, fast nur hier gespielt zu haben. Die Wertschätzung der Austria-Familie, vor allem der Fans, wird mir auf ewig in Erinnerung bleiben.

Der Fußball ist mein Leben, drum hab‘ ich die Entscheidung, meine Karriere zu beenden, schweren Herzens getroffen. Ich hatte insgesamt drei Kreuzbandrisse und einen Knorpelausbruch, bin immer wieder zurückgeworfen worden. Mein Knie war danach nicht mehr wie vorher. Natürlich hätte ich vielleicht unterklassig weitermachen können, aber auch da muss man einen Mords-Aufwand betreiben, um schmerzfrei zu bleiben. Das ist es mir nicht wert. Ich bin gerade Jungpapa geworden, möchte mit meinem Kind auch noch kicken, wenn ich 50 bin.

Ich bin bei diesem Klub so tief verwurzelt, die Austria ist für mich zu einem Zuhause geworden. Und wird das in Zukunft auch bleiben. Darum freut es mich umso mehr, verkünden zu dürfen, dass ich nach dem Sommer in anderer Funktion weiterhin für meinen Herzens-Verein arbeiten werde.“

 

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