Der Floridsdorfer AC stellt die Weichen für die Bundesliga. Mit der Verpflichtung von Patrik Schuch als neuem Cheftrainer erfüllt der Wiener Zweitligist die letzte große Hürde im Lizenzverfahren.
Der FAC hat am Donnerstag Nägel mit Köpfen gemacht und Patrik Schuch als neuen Chef an der Seitenlinie präsentiert. Die Floridsdorfer reagieren damit blitzschnell auf die in erster Instanz verweigerte Lizenz für die höchste Spielklasse. Das Problem war rein formaler Natur: Der bisherige Erfolgscoach Sinan Bytyqi verfügt nicht über die erforderliche UEFA-Pro-Lizenz. Schuch, der diese Lizenz besitzt, übernimmt ab sofort, während Bytyqi dem Verein im Trainerstab als Co-Trainer erhalten bleibt. Der 55-jährige Niederösterreicher unterschrieb vorerst einen Vertrag bis Saisonende, der sich bei einem Aufstieg automatisch bis Sommer 2027 verlängert.
Heimspiel gegen Amstetten als erste Prüfung
Bereits am Freitag (18:00 Uhr) wartet auf Schuch die erste Bewährungsprobe, wenn der Tabellendritte den SKU Amstetten in der Hopfengasse empfängt. Die Ausgangslage im Aufstiegsrennen ist extrem spannend: Der FAC liegt derzeit nur drei Punkte hinter dem Führungsduo Austria Lustenau und St. Pölten. Mit dem Heimsieg am Verteilerkreis im Rücken – metaphorisch gesprochen für die Festung in Floridsdorf – soll der Druck auf die Spitze hochgehalten werden. Sport-Geschäftsführer Lukas Fischer betonte, dass der Kontakt zu Schuch nie abgebrochen sei und er als wichtiges Mosaikstein der letzten Jahre gilt.
Ein alter Bekannter kehrt zurück
Patrik Schuch ist beim FAC wahrlich kein Unbekannter. Zwischen 2021 und 2024 prägte er den Verein bereits als Sportvorstand und Sektionsleiter entscheidend mit. "Ich kenne den Verein, seine Philosophie und die Mitarbeiter in- und auswendig", erklärte der neue Coach bei seiner Vorstellung. Er lobte die bisherige Arbeit des Teams rund um Bytyqi und möchte diese nun im Idealfall mit dem Aufstieg krönen. Für den FAC ist die Rückkehr des Routiniers eine logische Lösung, um die Professionalität zu wahren und den sportlichen Aufschwung der letzten Jahre zu veredeln.