Tragödie

Glaubte Manninger, dass die Zugstrecke gesperrt sei?

Nach dem tragischen Unfall von Ex-ÖFB-Keeper Alexander Manninger gibt es nun die ersten Hinweise zur möglichen Ursache. Die Bahnstrecke soll wenige Tage vor dem Unglück noch gesperrt gewesen sein.

Am Donnerstagmorgen erfasste ein Zug Alexander Manninger an einem unbeschrankten Bahnübergang. Er kam dabei ums Leben. Der Ex-Keeper wollte an jenem Morgen zu seinem Lieblingsort, dem Pabinger See, fahren, um dort zu fischen.

Das Gebiet nördlich von Salzburg kannte der 48-Jährige sehr gut. Die Bahnstrecke ist für Autofahrer gut einsehbar. Gegenüber der "Bild" sagt ein Fischer, der Manninger kennt, dass der Ex-ÖFB-Keeper häufig zum Angeln kam. Der Fischer meint: "Herr Manninger muss sehr in Gedanken gewesen sein."

Sprecherin bestätigt Streckensperre

Eine Sprecherin der Salzburg AG bestätigt: "In der Zeit vom 28. März bis zum 6. April war die Strecke gesperrt." Die Bahnstrecke wurde tagelang gesperrt. Derzeit wird diese umfangreich modernisiert. Es sind neue Oberleitungen, breitere Bahnsteige an den Bahnhöfen und auch ein zweites Gleis langfristig geplant. Nun wird vermutet, dass Manninger davon ausging, es fährt weiterhin kein Zug auf der Bahnstrecke.  

Die Polizei wird in den nächsten Tagen die Ermittlungsergebnisse präsentieren. Der gerichtliche Gutachter Gerhard Kronreif (61) sagt zur "Bild": "Aussagekräftiger ist die Auslese des Airbagsteuergerätes. Da sind die Geschwindigkeitsdaten, Beschleunigung, Verzögerung, Lenkwinkel und Stillstände zu sehen."

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