Nach Stripfing droht nun auch diesem Traditionsklub das Aus.
Die Uhr tickt und wie es aussieht, gibt es im heimischen Fußball erneut die Einstellung eines Spielbetriebs. Nach dem finanziellen Desaster rund um den SV Stripfing neigt sich nun die Ära der Violetten dem Ende zu. Austria Klagenfurt steckt in groben, finanziellen Schwierigkeiten.
Staatsanwalt ermittelt
Die Lage beim aktuellen Tabellen-Elften der 2. Liga ist dramatisch – sportlich, finanziell und juristisch. In den vergangenen Wochen hat sich die Situation gefährlich zugespitzt. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt ermittelt gegen Austria-Geschäftsführer Zeljko Karajica (55) und seinen Bruder Tomislav Karajica (49). Wichtig: Für beide gilt die Unschuldsvermutung.
Insolvenzverfahren kommt
Laut „Kleiner Zeitung“ liegen beim Landesgericht Klagenfurt mehrere Konkursanträge gegen den Klub. Besonders brisant: Die Österreichische Gesundheitskasse soll rund 600.000 Euro fordern. Diese Woche soll ein Insolvenzverfahren eingeleitet werden. Auch Spieler warten auf ihr Geld! Laut Spielergewerkschaft VdF sind doppelte Gehälter, Prämien und Wohnungszuschüsse offen – insgesamt ein sechsstelliger Betrag, Insider sprechen von weiteren 300.000 Euro.
Verträge aufgelöst
Drei Spieler haben bereits die Reißleine gezogen und ihre Verträge aufgelöst. Austria Klagenfurt steht am Abgrund. Kommt noch ein Wunder – oder ist das Kapitel Profifußball bald vorbei?