Marko Arnautovic

Deutschland

Heimniederlage für Arnautovic & Co

Arnautovic vergab zahlreiche Chancen, Prödl sah beim 1:1 schlecht aus.

Der SV Werder Bremen hat nach dem Aus im DFB-Cup auch in der deutschen Fußball-Bundesliga einen großen Rückschlag erlitten. Die Truppe von Coach Thomas Schaaf musste sich am Samstag in der zehnten Runde im Weser-Stadion gegen den 1. FC Nürnberg mit 2:3 (1:1) geschlagen geben. Sebastian Prödl und Marko Arnautovic (bis zur 79. Minute) standen bei den Verlierern in der Startformation und trugen ihren Teil zur Niederlage bei.

Bremer Traumstart
Die Bremer starteten mit viel Dampf und verzeichneten auch einen Traumstart. Nach einer Marin-Flanke war Hugo Almeida per Kopf zur Stelle und traf zum 1:0 (5.). Danach verabsäumte es die Werder-Elf aber nachzulegen, wie auch schon am Dienstag bei der 1:2-Niederlage im Cup gegen Bayern München fehlte die nötige Effizienz. Im Mittelpunkt stand immer wieder Arnautovic. Bei einem sehr gut angetragenen Freistoß des ÖFB-Teamstürmers aus rund 20 Metern fehlten nur Zentimeter (22.), eine Minute später ging ein Heber des alleine vor Nürnberg-Goalie Schäfer auftauchenden 21-Jährigen knapp über das Tor (23.).

Die vergebenen Chancen rächten sich kurz vor der Pause. Wie aus dem Nichts gelang den Gästen, bei denen Rubin Okotie neuerlich nicht im Kader stand, der Ausgleich. Dank eines Fehlers von Prödl. Schieber ließ den ÖFB-Teamverteidiger nach einem Outeinwurf schlecht aussehen und dessen Querpass brauchte Gündogan nur mehr über die Linie drücken (45.)

Toller Freistoß
Unmittelbar nach Wiederbeginn konnte sich Schäfer bei einem Arnautovic-Freistoß auszeichnen (46.), im Gegenzug gingen die Nürnberger in Führung. Mielitz konnte einen Schieber-Schuss zwar abwehren, Ekici staubte aber zum 2:1 ab (47.). In der Folge riskierten die Bremer alles, gefährlicher war aber der "Club", der auch noch zum 3:1 kam. Nachdem Gündogan nur die Latte und Schieber die Stange getroffen hatten, war Gündogan im dritten Versuch schließlich erfolgreich (73.).

Der Anschlusstreffer von Claudio Pizarro (92.) zum 2:3 kam zu spät. Die Nürnberger überholten damit gar die Bremer und sind Neunter. Die elftplatzierten Bremer verpassten eine gelungene Generalprobe vor dem Champions-League-Spiel gegen Twente Enschede am Dienstag.

Schalke-Krise geht weiter
Die Krise des FC Schalke 04 nimmt immer bedenklichere Züge an. Das Team von Trainer Felix Magath verlor am Samstagabend gegen Bayer Leverkusen mit 0:1 (0:0) und blieb damit auch im fünften Heimspiel der Saison ohne Sieg. Leverkusens Joker Sidney Sam (65. Minute) besiegelte mit seinem Treffer die Pleite der Schalker, die mit nur sechs Punkten aus zehn Partien auf dem vorletzten Platz rangieren.

"Es ist ein sehr schwieriger Start für uns", sagte Raul drei Tage vor dem Champions-League-Spiel bei Hapoel Tel Aviv. Die nun schon seit fünf Ligapartien sieglosen Schalker hatten vor 61.673 Zuschauern in der Veltins-Arena auch Pech, der niederländische Stürmer Klaas-Jan Huntelaar traf per Kopf gleich zweimal das Aluminiumgehäuse. "Wir machen einfach zu wenig Tore. Aber wir haben eine gute Mannschaft und einen guten Trainer", meinte Raul zur aktuellen Misere. Bayer kletterte hingegen bereits auf Rang drei.

Pleite für Harnik
Kein Erfolgserlebnis gab es auch für Martin Harnik und den VfB Stuttgart. Der Ex-Bremer durfte nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Pogrebnjak und Marica zwar nach seinen drei Treffern im Cup diesmal von Beginn an und für 90 Minuten ran, konnte sich bei der 0:2-Niederlage beim VfL Wolfsburg aber nicht in die Schützenliste eintragen.

Kurzeinsätze für Rote Teufel
Der 1. FC Kaiserslautern feierte vor eigenem Publikum gegen Borussia Mönchengladbach einen 3:0-Erfolg. Die beiden Österreicher Clemens Walch (ab der 86. Minute) und Erwin Hoffer (ab der 90. Minute) kamen nur zu Kurzeinsätzen. Eintracht Frankfurt gewann ohne dem nicht im Kader stehenden Ümit Korkmaz gegen Aufsteiger St. Pauli auswärts mit 3:1, der 1. FC Köln besiegte den Hamburger SV knapp mit 3:2.