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Hicke verbrauchte heuer 37 Teamspieler

Nur Ivanschitz und Feldhofer immer dabei: Hickersberger berief 2006 insgesamt 37 verschiedene Spieler in seine Teamkader.

Josef Hickersberger hat sich im ersten Jahr seiner Teamchef-Ära II (acht Spiele: 3 Siege, 1 Remis, 4 Niederlagen) in den Spuren seines Vorgängers Hans Krankl (ebenfalls 8: 3-1-4) bewegt. Hatte der einstige Goleador 2002 in acht Spielen gleich 39 Mann eingesetzt, so griff "Hicke" in ebenso vielen Begegnungen immerhin auch auf 37 Akteure zurück.

Was jedoch die Debütanten in der Fußball-A-Auswahl betrifft, so gab der Wiener damals mit 19 gegenüber elf von Hickersberger heuer allerdings fast doppelt so vielen eine Chance. Aber Krankl war ja damals auch mit dem Vorhaben angetreten: Alles neu, alles jünger, alles besser.

Krankl probierte 66 Spieler aus
In den fast vier Jahren seiner ÖFB-Cheftrainer-Tätigkeit verbrauchte Krankl 66 Spieler, von denen insgesamt 41 debütierten, aber nicht gerade unerwartet sowohl die Qualifikation für die EM 2004 als auch die WM 2006 verpassten. Die Gesamtbilanz von Krankl lautet 10-10-11 in 31 Spielen, Hickersberger hält derzeit bei 13 Siegen, 8 Remis und 16 Niederlagen (Torverhältnis 44:52) in 37 Spielen. Er hat aber Herzog, Polster, A. Ogris, Lindenberger und Co. zur WM 1990 in Italien geführt.

Auch Ära Hicke I startete negativ
Übrigens war auch das erste Jahr der Hickersberger-Ära I mit drei Siegen, zwei Remis und vier Niederlagen negativ verlaufen, allerdings bei doch deutlich stärkeren Gegnern wie u.a. Brasilien, CSSR, UdSSR, Türkei, Dänemark und überwiegend auswärts. Damals debütierten neun der insgesamt 33 Akteure und gaben sechs ihr Comeback.

Heuer elf Debütanten
Die elf Debütanten 2006 erhielten in den Begegnungen mit Kanada (Junuzovic), Kroatien (Fuchs, Janko, Leitgeb, Prager), Ungarn (Ertl), Venezuela (Ortlechner), Liechtenstein (Hannes Eder, Garics, Plassnegger) und Trinidad/Tobago (Klaus Salmutter) ihre Feuertaufe.

Comebacks
Ein Art Comeback (teilweise waren sie durch Verletzungen aus dem Teamkreis gerutscht) gaben - in manchen Fällen kurzfristig - Andreas Ibertsberger, Stefan Lexa (beide Kroatien), Jürgen Macho, Markus Katzer, Roman Wallner (jeweils Ungarn), Martin Hiden (Costa Rica), Bozo Kovacevic (Venezuela), Markus Weissenberger (Liechtenstein) und Alexander Manninger (Trinidad/Tobago).

England-Legionäre out
Die "Engländer" Paul Scharner (nach dem Ungarn-Spiel) und Emanuel Pogatetz (nach dem Turnier in der Schweiz) beförderten sich selbst aus dem Teamkader, der eigenwillige Mann aus Wigan mit einer Portion Selbstüberschätzung aus eigenem Antrieb, der Verteidiger des FC Middlesbrough mit öffentlicher Kritik am Teamchef und ÖFB.