Jimmy Hoffer

EM-Qualifikation

Hoffer kam mit Freundin & Hund

Teamchef Constantini setzt große Hoffnung auf deutsche Legionäre.

Die Super-Legionäre sollen Aserbaidschan wegschießen. Vor allem unsere Kracher in Deutschland machen Teamchef Constantini Mut!

Gestern um kurz nach 16 Uhr startete Didi Constantini (55) in Bad Tatzmannsdorf die Vorbereitung auf das EM-Qualifikationsmatch am Freitag im Happel-Stadion gegen Aserbaidschan (20.30 Uhr, live in ORF 1).

Neun Grad, Nebel, Regenwolken – aber besonders ein Mann verbreitete Hochstimmung bei seiner Ankunft im AVITA-Hotel (vier Sterne Superior): Christian Fuchs (24) strahlte übers ganze Gesicht. Unser Shootingstar rockt mit Mainz die deutsche Bundesliga, lacht von der Spitze.

Shootingstar Fuchs bringt Erfolgs-Gen aus Mainz mit
Fuchs im Gespräch: "Ich habe keine Meisterprämie im Vertrag. Niemand hat die. Es wäre auch total verrückt, an so etwas zu denken. Als Bayern-Trainer Louis van Gaal gemeint hat, Mainz sei in der Lage, den Titel zu holen, haben wir alle herzhaft gelacht."

Der Verteidiger möchte den Schwung aus Mainz mitnehmen. Fuchs: "Das Selbstvertrauen ist da. Ich freue mich aufs Team." Constantini zum Mainzer Wunder: "Das ist ein tolles Kollektiv. Die haben Spaß am Fußball – das spürt man. Fuchs spielt auch auf einem absoluten Top-Level. Ich hoffe, er kann bei uns ähnlich überzeugen."

Arnautovic fuhr im schwarzen Jaguar vor
Kaiserslautern-Stürmerrakete Jimmy Hoffer (23) reiste gestern Mittag nicht in seinem neuen Ferrari an, sondern ganz brav mit der "Familienkutsche". Freundin Michaela und ihr Vater lieferten Jimmy im Teamcamp ab. Sogar der Hund war dabei. Hoffer: "Ich fühle mich gut."

Auf dem Betzenberg ist er längst ein Publikumsliebling. Jimmy: "Wahnsinn, was dort abgeht."
Marko Arnautovic (21) ließ seinen Luxusschlitten ebenfalls in der Garage. Zum Unter-21-Team kam der Bremen-Legionär noch im Bentley. Beim Comeback im A-Team fuhr Arnautovic, gemeinsam mit Kapitän Marc Janko (27) und Sebastian Prödl (23), im schwarzen Jaguar vor.

Diashow: Freundin bringt Hoffer zum Trainingscamp

Rapidler Pehlivan für Pogatetz nachnominiert
Den Wagen stellte allerdings der Flughafen Wien-Schwechat zur Verfügung. Janko (machte sein viertes Tor für Twente Enschede) saß vorne, stöhnte: "Ganz schön eng, wenn man so lange Beine hat wie ich...".

Arnautovic sah fast wie ein Rapper aus, trug eine Kappe und Kopfhörer. Cool. ÖSTERREICH fragte ihn: "Können Sie der Mannschaft helfen, Marko?" Er: "Klar. Ich habe mir sehr viel vorgenommen."
Übrigens: Pehlivan wurde für den verletzten Pogatetz nachnominiert

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Constantini: "Mein Traum sind zwei Siege"

© TZ Österreich/Bruna
Didi  Constantini

Didi Constantini, (c) TZ Österreich/Bruna


ÖSTERREICH: Reicht eine Leistung wie beim 2:0 gegen Kasachstan, um Aserbaidschan zu besiegen, Herr Constantini?
Didi CONSTANTINI:
Sicher nicht. Aber die Situation ist ähnlich. Jeder erwartet und verlangt auch einen Sieg von uns.

ÖSTERREICH: Mit wie vielen Punkten rechnen Sie aus den beiden Spielen gegen Aserbaidschan und Belgien?
CONSTANTINI: Man kann nie sagen, was passiert. Als Trainer willst du immer gewinnen. Sechs Punkte wären natürlich ein Traum. Träumen darf man.

ÖSTERREICH: Hätten Sie gedacht, dass die Kritik nach dem holprigen EM-Qualifikationsstart so heftig ausfallen würde?
CONSTANTINI: Damit beschäftige ich mich nicht. Ich konzentriere mich auf meine Arbeit.

ÖSTERREICH:
Lassen Sie Angriffe unter der Gürtellinie wirklich kalt oder leidet die Lebensqualität darunter?
CONSTANTINI:Kritik gehört zum Fußballgeschäft. Es ist überall so, nicht nur in Österreich. Das beeinflusst meine positive Lebenseinstellung in keinster Weise.


ÖSTERREICH: Kann Aserbaid­schan eine Gefahr für unser Team werden?
CONSTANTINI: Du musst vor jedem Gegner Respekt haben. Berti Vogts ist ein Super-Typ. Außerdem hat er seine Mannschaft zwei Wochen im Monat zur Verfügung. Das wünscht sich jeder Teamchef der Welt.

ÖSTERREICH: Sie haben sieben Stürmer im Kader, aber mit Roman Kienast fehlt der Führende der Schützenliste. Warum?
CONSTANTINI: Er ist auf Abruf. Das heißt, dass ich ihn sehr wohl im Auge habe und dass er ein Thema ist.

ÖSTERREICH: Was erwarten Sie von Marko Arnautovic?
CONSTANTINI: Soll ich jetzt gleich die ganze Aufstellung verraten? Wäre ich nicht von Arnautovic überzeugt, hätte ich ihn nicht einberufen.

ÖSTERREICH: Arnautovic fährt Bentley, Jimmy Hoffer neuerdings Ferrari. Was sagen Sie dazu?
CONSTANTINI: Persönlich habe ich mich nie für solche Autos interessiert. Das ist mir auch völlig egal. Hauptsache, die Spieler bringen ihre Leistung.

ÖSTERREICH: Christian Fuchs ist mit Mainz Spitzenreiter in der deutschen Bundesliga. Glauben Sie, dass ihn das auch im Nationalteam beflügelt und er alle mitreißt?
CONSTANTINI: Das hoffe ich. Fuchs spielt in Mainz auf einem Top-Level. Die haben ein tolles Kollektiv und Freude am Spiel.