Deutschland startet mit einem 4:3-Sieg gegen die Schweiz ins WM-Jahr 2026. Trotz einer Gala von Florian Wirtz sorgt die gereizte Stimmung von Bundestrainer Julian Nagelsmann für reichlich Gesprächsstoff.
Der Auftakt ins WM-Jahr verlief sportlich erfolgreich, doch die Stimmung rund um das DFB-Team wirkt angespannt. In Basel drehte die Nationalmannschaft zweimal einen Rückstand und bewies beim 4:3-Erfolg gegen die Schweiz moralische Stärke. Besonders Florian Wirtz glänzte dabei mit vier Scorer-Punkten und sicherte den sechsten Sieg in Folge. Dennoch sah sich Bundestrainer Julian Nagelsmann nach der Partie mit kritischen Fragen zu seinen Personalentscheidungen konfrontiert, auf die er sichtlich dünnhäutig reagierte.
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Kritik an Rüdiger-Nominierung
Ein zentraler Streitpunkt warrneut Antonio Rüdiger. Obwohl der Verteidiger von Real Madrid zuletzt durch Fehltritte auffiel, hält Nagelsmann an ihm fest. Auf die Nachfragen im TV reagierte der Coach genervt und betonte, dass dieses Thema bereits in unzähligen Pressekonferenzen besprochen wurde. Der 38-Jährige machte deutlich, dass er die ständigen Diskussionen um den Abwehrspieler leid ist.
Stürmer-Frage sorgt für Unmut
Auch die Entscheidung im Angriff stieß auf Unverständnis. Während Deniz Undav trotz Topform in der Bundesliga nur auf der Bank saß, erhielt Nick Woltemade den Vorzug, obwohl dieser bei Newcastle zuletzt kaum Einsatzzeiten hatte. Nagelsmann verteidigte seinen Plan und stichelte gegen Psychologen, die seiner Meinung nach oft das Gegenteil von Trainern behaupten würden. Er wolle Spielern, die gerade eine schwierige Phase durchmachen, nicht das Vertrauen entziehen.
Rückendeckung für Sorgenkinder
Trotz schwacher Leistungen von Leroy Sané und Leon Goretzka sowie schwerer Fehler von Nico Schlotterbeck, die zu Gegentoren führten, stellte sich der Bundestrainer schützend vor seine Profis. Schlotterbeck werde keinen Rüffel erhalten, da Mut zum Risiko ausdrücklich erwünscht sei. Nagelsmann scheint sich elf Wochen vor dem WM-Start in seine eigene Strategie zurückzuziehen und Kritik von außen konsequent auszublenden.
Wirtz blickt optimistisch voraus
Matchwinner Florian Wirtz gab sich nach der Partie selbstbewusst und betonte die Qualität des Kaders. Über sieben Millionen Fans in Deutschland verfolgten den Sieg vor den Bildschirmen. Während die sportliche Leitung ihren Titelplan verfolgt, bleibt das Publikum angesichts der defensiven Instabilität und der personellen Debatten skeptisch.