Darum spießt der Dragovic-Transfer aber

Leverkusen will ihn

Darum spießt der Dragovic-Transfer aber

Leverkusen will unseren Nationalspieler, aber nicht um jeden Preis.

Aleksandar Dragovic möchte zu Bayer Leverkusen wechseln. Der Bundesligist möchte Dragovic. Eigentlich ist die Ausgangsposition klar: "Entweder kommt er oder keiner", sagte Manager Jonas Boldt zuletzt im "Kicker".

Heißt: Gelingt es dem deutschen Champions-League-Teilnehmer nicht, unseren ÖFB-Verteidiger von Dynamo Kiew loszueisen, werde kein Neuzugang mehr kommen. Bislang scheitert der Wechsel allerdings an der hohen Ablöseforderung.

Rund 20 Millionen Euro sollen die Ukrainer fordern. Leverkusen - seit dem Sommer mit Julian Baumgartlinger und Ramazan Özcan - bietet angeblich 15. Schon vor zwei Wochen betonte Dragovic: "Ich hoffe sehr, dass der Transfer nicht an den utopischen Forderungen scheitert."

Leverkusen nicht unter Druck

Der 25-Jährige hat sich nach der verpatzten EM früh festgelegt: "Ich habe Leverkusen mein Wort gegeben und die Entscheidungsträger von Dynamo persönlich informiert." Er habe "sehr gute Gespräche" mit Bayer gehabt, der Verein sich um ihn bemüht.

Dragovic gefiel das. Er will in Deutschland den nächsten Schritt machen: "Leverkusen ist eine Top-Adresse in einer Top-Liga, für mich wäre dieser Wechsel eine großartige Sache und tolle Chance." Das Problem: Leverkusen steht nicht unter Zugzwang. "Es zieht sich im Moment, aber wir haben keine Drucksituation", bestätigte Sportdirektor Rudi Völler unlängst der "Bild".

Nachdem Abwehrchef Ömer Toprak nicht vor dem Sommer 2017 nach Dortmund geht, kann in der Preistreiberei kühlen Kopf bewahren. Auf ein Happy End der Transfersaga mit Dragovic hofft Leverkusen trotzdem.