Alaba-Ersatz sorgt für Mega-Wirbel im Netz

Riss in der Mannschaft

Alaba-Ersatz sorgt für Mega-Wirbel im Netz

Die Bilder des unglücklichen Eigentorschützen Alphonso Davies brachen den Bayern-Fans das Herz.

Das Millionen-Ensemble von Titelverteidiger Bayern München ist in der zweiten Runde des DFB-Pokals nur knapp an einer Blamage vorbeigeschrammt. Die Münchner gewannen nach einer lange Zeit desolaten Leistung am Dienstag noch mit 2:1 (0:1) beim abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten VfL Bochum.

Ein Eigentor von Alphonso Davies (36.), der statt David Alaba links in der Abwehrkette spielte, brachte die Bochumer in Führung, die bis zehn Minuten vor Schluss hielt. Dann verhinderten Serge Gnabry (83.) und der eingewechselte Thomas Müller (89.) das Aus des Rekord-Pokalsiegers. Bayern-Coach Niko Kovac gönnte neben Alaba auch seinem Top-Stürmer Robert Lewandowski eine Pause, ließ den Polen zunächst auf der Bank und brachte ihn erst nach dem 0:1-Pausenrückstand.

Für Wirbel im Netz sorgte vor allem der Umgang mit Talent Davies nach seinem Eigentor. Der Jungstar hockelte nach dem Fauxpas niedergeschlagen am Boden. Keiner seiner Mannschaftskollegen tröstete ihn. Der Pechvogel hatte davor und danach eine starke Leistung gezeigt. Beim Eigentor traf ihn kaum Schuld, wurde er doch aus kurzer Distanz angeschossen. Davies war sichtlich angeschlagen, hätte sich am liebsten versteckt und vergrub sein Gesicht in seinen Händen.

Die TV-Bilder des einsamen - und erst 18-jährigen - Unglücksraben, der von seinen Teamkollegen ignoriert wurde, stand für viele Bayern-Fans symbolisch für den tiefen Riss in der Mannschaft und fehlenden Zusammenhalt.