Bayern mit Respekt zum Liga-Kracher

Deutsche Bundesliga

Bayern mit Respekt zum Liga-Kracher

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Das Topspiel der 21. Runde in der deutschen Bundesliga steigt am Samstag (18.30 Uhr/live auf Sky) in Leverkusen. Der noch ungeschlagene Spitzenreiter Bayer Leverkusen empfängt Verfolger und Titelverteidiger Bayern München zum absoluten Gipfel-Treffen. 

Vor dem Duell um Platz 1 (ab 18.30 Uhr, im Sport24-Liveticker) hat Bayern Münchens Trainer Thomas Tuchel seinen Leverkusener Kollegen Xabi Alonso für dessen Arbeit sehr gelobt. „Die Handschrift von Xabi ist 100 Prozent erkennbar. Ganz klar, da gibt es größten Respekt, auch als Trainerkollege“, sagte der Münchner. Zur Erinnerung: Alonso war im Oktober 2022 nach Leverkusen gekommen und hat aus der damals strauchelnden Bayer-Elf einen Meisterschaftsfavoriten gemacht.

Calmund hofft für sein »Vizekusen« auf Fußballgott

Leverkusen geht mit zwei Punkten Vorsprung auf die Bayern in das direkte Duell und ist in dieser Saison in drei Bewerben (Bundesliga, Pokal, Europa League) noch ungeschlagen. Umso motivierte steigen die Bayern-Stars in den Teambus, um der Werkself die erste Niederlage zuzufügen. „Wir wollen den Spieß umzudrehen und die Karten auf den Tisch zu legen“, sagte Tuchel und wünschte sich von seinen Schützlingen „eine Statement-Leistung“.

Zuletzt war Bayer 2002 in einer vergleichbaren Situation. Weil die Leverkusener schließlich in der Bundesliga, im Finale der Champions League und im Cup-Endspiel das Nachsehen hatten, wurde der Verein als "Vizekusen" gebrandmarkt. Der damalige Manager Reiner Calmund setzt deswegen auf Beistand von oben. "Wenn der Fußballgott auch nur ansatzweise gerecht ist, dann wird Leverkusen in diesem Jahr Meister. Das darf gar nicht anders sein. Allein schon deswegen, wie viel Pech der Club mit seinen Vizemeisterschaften in der Vergangenheit hatte", sagte der 75-Jährige. 

Bayern zittert um Neuer-Einsatz

Doch der Rekordmeister bangt vor dem Spiel um Kapitän Manuel Neuer, der nach wie vor an Knieproblemen laboriert und bislang nur individuell trainieren konnte. Tuchel wollte vor dem Match keinen Druck aufbauen. „Es ist Manu, er kriegt von uns Zeit am Samstag bis 17.00 Uhr.“ Dann werde der Torwart sagen, ob er fit sei. Sonst rücke Ersatzmann Sven Ulreich ins Tor.

Doch egal wer die Nr. 1 am Samstag ist, Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge vertraut auf die Erfahrung seines Stars in derart wichtigen Duellen. „Leverkusen ist ungeschlagen, ich erwarte ein schweres Spiel. Aber der FC Bayern ist dafür bekannt, in solchen Partien auf den Punkt bereit zu sein“, so Rummenigge. Und welchen Druck verspürt Leverkusen-Trainer Alsono vor dem Duell gegen seinen Ex-Klub? „Wir verspüren ihn diese Woche nicht mehr als sonst. Wir freuen uns auf ein großes Spiel gegen einen tollen Gegner“, so der spanische Welt- und Europameister.

Weltweites Interesse am Liga-Gipfel

Das Interesse am Gipfeltreffen ist weltweit gewaltig. Nach Angaben der Deutschen Fußball Liga (DFL) wird das Spiel in beinahe alle Länder der 211 Mitgliedsverbände des Weltverbandes FIFA übertragen. TV-Stationen aus Frankreich, Belgien, Mexiko, den USA, Italien, Polen und China berichten mit jeweils eigenen Teams direkt aus der BayArena. In Österreich ist das Spiel beim Pay-TV-Sender Sky live zu sehen.
 

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