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"Kidnapping": Rummenigge attackiert England-Klubs

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Bayern-Boss erhebt schwere Vorwürfe und schießt gegen Premier League.

Es ist ein skrupelloses Geschäft mit der Jugend, das bei Chelsea betrieben wird. Jahr für Jahr schnappt sich der Premier-League-Riese die hoffnungsvollsten Talente aus dem In- und Ausland. Das Ziel: der Messi, der Ronaldo, der Neymar von morgen. Und dafür nimmt man Ausschuss billigend in Kauf.

41 Spieler, wovon nur die wenigsten Karriere machen, haben die "Blues" verliehen. Ein Beispiel, dem zahlreiche Klubs folgen. Sie werben immer aggressiver um immer jüngere Spieler. Der FC Bayern möchte sich daran nicht beteiligen, betont Karl-Heinz Rummenigge, der diese Art Transferpolitik moralisch verwerflich findet.

 "Wir wollen keine Zehn- oder Elfjährigen nach München holen wie die Engländer, bei denen man teilweise schon von 'Kidnapping' sprechen kann", lässt der Vorstandschef im aktuellen Bayern-Magazin ausrichten.

Bayrische Provinz statt Rio

Bei der Neuausrichtung im Nachwuchs geht der deutsche Titelkrösus andere Wege. Die Devise: Regional statt international. "Unsere Schwerpunkte", sagt Rummenigge, "werden ganz klar Deutschland und der bayerische Raum sein. Die künftigen Talente werden also sicherlich eher aus Rosenheim kommen und nicht aus Rio."

Nachdem man in der Jugendarbeit "den Anschluss verloren" habe, rüstet der Verein mit einem modernen Leistungszentrum im Norden Münchens auf. Bayern hat für sich den Anspruch, auch in diesem Bereich wieder in der Spitze mitzumischen.

Jedoch nicht um jeden Preis. Denn die Verantwortlichen bleiben ihren Prinzipien treu: Kein Spieler unter 14 Jahren, so Rummenigge, werde nach München geholt. Dem Konkurrenzkampf zum Trotz.

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