Wende im Poker um Haaland-Zukunft?

Dortmund-Boss meldet sich

Wende im Poker um Haaland-Zukunft?

Wunderstürmer Erling Haaland gilt nach wie vor als Objekt der Begierde zahlreicher Top-Klubs. Ein Abgang aus Dortmund im Sommer wird bereits prophezeit - doch es könnte auch anders kommen.

66 Tore in ebenso vielen Spielen - dazu kommen noch 19 Assists. Die Zahlen von Erling Haalands Ausbeute seitdem der Norweger das Dortmund-Trikot übergestreift hat, lesen sich beinahe wie ein Märchen - zu gut, um wahr zu sein. Dass der 21-Jährige noch für den BVB aufläuft ist beinahe überraschend. Ein Abschied im Sommer wäre angesichts der unglaublichen Leistungen des Knipsers zu erwarten gewesen. 

Ernstzunehmende Abwerbeversuche fanden gewiss statt, dennoch kam ein eindeutiges Signal von den "Schwarz-Gelben" - Haaland ist unverkäuflich. Unter anderem Chelsea baggerte heftig am eiskalten Torjäger und winkte mit einem prallgefüllten Geldkoffer. Von einem 175-Millionen-Euro schwerem Angebot war die Rede. Doch Dortmund ließen derartige Summen kalt. Auch Real und Manchester City wurde Interesse nachgesagt.

Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bezog zuletzt in der "Welt" Stellung zum brisanten Thema und gibt sich sogar optimistisch, Haaland auch über den kommenden Sommer hinweg halten zu können. "Natürlich wird das schwer. Ich sage aber nicht, dass es komplett ausgeschlossen ist."

Äußerst "geringe" Ausstiegsklausel

Der 62-Jährige argumentiert: "Vor der Saison wurde prophezeit, dass er uns auf jeden Fall verlassen wird – und er spielt immer noch hier. Alles Weitere werden wir sehen. Zurzeit macht es ihm sehr viel Spaß, in dieser Mannschaft zu spielen."

Zum Problem wird mit Sicherheit die im Vertrag verankerte Ausstiegsklausel. Ab Sommer 2022 soll der 15-fache norwegische Nationalspieler für "günstige" 75 Millionen Euro zu haben sein. Wenn man bedenkt dass Chelsea 115 Millionen Euro für die Dienste von Romelu Lukaku ausgab, City den Spurs bis zu 180 Millionen für Harry Kane bot und Real gar ein 200-Millionen-Paket für Kylian Mbappe (PSG) zu schnüren bereit war, erscheint Haalands Preis geradezu als Schnäppchen.

Star-Berater mit astronomischen Forderungen

Auf den künftigen Arbeitgeber des begehrten Torgaranten werden auch Gespräche mit Star-Berater Mino Raiola zu kommen. Der Italiener gilt als schwieriger Verhandlungspartner, zuletzt sickerten astronomische Gehaltsforderungen sowie dicke Boni an den Spieler, dessen Familie und natürlich an ihn selbst durch. 920.000 Euro Wochengehalt, 37 Millionen Euro Bonus an Raiola – so viel soll der Staragent bei Verhandlungen mit Chelsea verlangt haben.

Klubs wie der FC Bayern würden angesichts dieser Forderungen aus dem Rennen fallen. Die Liste an möglichen Stationen dürfte auch kommendes Jahr kurz sein.