Hoeneß: "Ich bin jetzt gar nichts"

Der Ex-Präsident des FC Bayern

Hoeneß: "Ich bin jetzt gar nichts"

Uli Hoeneß wurde am Dienstag aus der Haft entlassen. Gestern saß er schon wieder im Stadion.

Einen Tag nach seiner Entlassung aus der Haft wegen Steuerhinterziehung hat der Expräsident von Bayern München gestern Abend das erste Spiel seiner Bayern nach fast zwei Jahren besucht. Zuvor sprach er mit Bild.

Hoeneß über die Haftzeit: „Im Gefängnis bin ich um fünf Uhr aufgestanden, zur Arbeit gefahren. Abends um sieben war ich wieder zurück, habe ein bisschen Tischtennis gespielt. Dann habe ich geschlafen – be­ziehungsweise versucht zu schlafen. Die Stunden an der Säbener Straße waren angenehm. Die Alternative dazu wäre es gewesen, Zahnpasta einzupacken.

Über den ersten Tag in Freiheit: „Die Blaskapelle war eine super Überraschung. Als ich aufgestanden bin, gab es Lieder und Weißbier. Dann haben wir den halben Tag Karten gespielt. Schafkopf, was denn sonst?“

Hoeneß über die Zukunft: „Ich muss jetzt erst einmal den Kopf freikriegen. Ich möchte meine Ruhe. Ohne Fotografen vorm Haus. Ich werde als freier Mann ins ­Stadion gehen. Bisher war mir das ja verboten. Ich freue mich sehr, mal wieder ein Spiel live zu sehen.“

Über „seinen“ FC Bayern: „Ich bin in keinem Amt beim FC Bayern. Ich bin nicht Präsident, ich bin gar nichts.“