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Platini legt Einspruch gegen Sperre ein

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Platini-Anwalt will die achtjährige Sperre seines Mandanten anfechten.

Joseph Blatter und Michel Platini können nun gegen ihre Sperre von acht Jahren durch die Ethikkommission des Internationalen Fußball-Verbandes (FIFA) vorgehen. Beide Funktionäre erhielten die schriftliche Urteilsbegründung, teilte die Ethikkommission am Samstag mit.

Der 79-jährige Schweizer Blatter als gesperrter FIFA-Boss und Platini, der ebenso gesperrte Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA), haben nun drei Tage Zeit zu erklären, ob sie in Berufung gehen wollen. Dem schließt sich eine Frist von weiteren sieben Tagen an, in der die Berufung schriftlich begründet werden muss.

Platini-Anwalt kündigt Berufung an
Beide Spitzenfunktionäre hatten bereits Einsprüche angekündigt. Blatter erklärte nach der Urteilsverkündung im Dezember, sowohl beim Berufungskomitee der FIFA als auch beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) Einspruch einzulegen. Auch ein Einspruch bei zivilen Schweizer Gerichten ist nach Auffassung der Blatter-Anwälte möglich. Die FIFA hatte Platini darauf hingewiesen, dass der 60-jährige Franzose vor einem Gang vor den CAS zunächst vor das FIFA-Berufungskomitee ziehen müsse.

Bereits kurz nach der Mitteilung der FIFA-Ethikkommission meldete sich Platinis Anwalt Thiboud d'Ales zu Wort und kündigte für Montag den Einspruch gegen die achtjährige Sperre an. "Wir bestätigen den Eingang der Urteilsbegründung in der Nacht auf Samstag. Wir werden sie lesen, analysieren und dann am Montag bei der Berufungskommission Einspruch dagegen einlegen", erklärte d'Ales.

Dubiose Zahlung
Blatter und Platini waren vergangenen Monat für jeweils acht Jahre gesperrt worden. Grund war eine Zahlung von zwei Millionen Franken (1,84 Mio. Euro) aus dem Jahr 2011 von der FIFA an Platini. Blatter hatte dies als verspätetes Gehalt wegen Platinis Tätigkeit als Präsidentenberater in den Jahren 1999 bis 2002 erklärt.

Thailands Verbandspräsident Worawi Makudi bleibt weitere 45 Tage gesperrt. Das ehemalige Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees war Mitte Oktober wegen des Verdachts auf Korruption und Veruntreuung von Geldern zunächst für 90 Tage suspendiert worden.

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