Nach der Länderspielpause kommt man schnell mal durcheinander – vor allem, wenn gleich so ein Kracher wartet. Offiziell ist die Champions-League-Woche zwar noch nicht angebrochen, doch das Duell am Samstag (21 Uhr/DAZN) zwischen Atlético und Barcelona fühlt sich schon nach Königsklasse an.
Denn das Topspiel am Samstag (21 Uhr, HIER im Sport24-Liveticker) ist weit mehr als nur ein Prestigeduell. Es ist die perfekte Ouvertüre für das, was kurz darauf folgt: Das direkte Wiedersehen im Champions-League-Viertelfinale. Erst der Liga-Kracher – und nur wenige Tage später steigt im Camp Nou das Hinspiel auf der ganz großen Bühne.
Offene Rechnung
Nicht nur deshalb ist für Zündstoff gesorgt. Erst vor wenigen Wochen lieferten sich beide Teams zwei hitzige Duelle im Copa-del-Rey-Halbfinale. Das Hinspiel wurde zur Machtdemonstration der Madrilenen, die Barca vor eigenem Publikum mit 4:0 überrollten. Das Rückspiel entwickelte sich dann zum Sturmlauf der Katalanen: Angriff um Angriff rollte auf das Tor von Atlético, doch das 3:0 war für Lamine Yamal und Co. am Ende zu wenig.
Diesmal könnte der Titelverteidiger mit genau diesem Ergebnis sogar gut leben. Schließlich würde ein Sieg in dieser Höhe den Vorsprung an der Spitze zumindest stabil halten – aktuell liegt Barca vier Punkte vor Real Madrid, das ebenfalls am Samstag (ab 16.15 Uhr, HIER im Sport24-Liveticker) auf Mallorca gefordert ist.
Barca-Ärger über Raphinha-Verletzung
Doch die Voraussetzungen sind alles andere als ideal. Personell plagen Trainer Hansi Flick große Sorgen – besonders schmerzhaft ist der Ausfall von Kapitän Raphinha. Der Brasilianer zog sich gegen Frankreich eine Oberschenkelverletzung zu und fällt wochenlang aus. Das sorgt auch abseits des Rasens für Ärger. Klubpräsident Joan Laporta machte seinem Unmut Luft: „Die FIFA muss einen Spielkalender erstellen, der die wichtigsten Vereinsbewerbe berücksichtigt. Wir spielen in dieser Phase der Saison um unser Überleben. Es ist schockierend, aber diese Diskussion gibt es schon ewig.“