Spielabbruch nach schweren Randalen

Griechenland

Spielabbruch nach schweren Randalen

Im Cup-Viertelfinale zwischen AEK und Olympiakos.

Der griechische Fußball wird sein Hooligan-Problem nicht los. Nach der Erstürmung des Spielfeldes durch etwa 30 Randalierer wurde am Mittwochabend das Rückspiel im Cup-Viertelfinale zwischen AEK Athen und Olympiakos Piräus in der 90. Minute unterbrochen. Dies berichtete das griechische Fernsehen.

Auslöser für die Krawalle war das späte Tor zum 1:0 für die Gäste in der 89. Minute. Mitten in den Jubel der Olympiakos-Profis über den Treffer stürmten Anhänger von AEK den Rasen. Spieler und Schiedsrichter flüchteten in die Kabinen. AEK erwartet nach Ansicht von Experten nun eine schwere Strafe.

Griechen bekommen Hooligans nicht unter Kontrolle
Erst vergangenes Wochenende war die griechische Meisterschaft nach einer einwöchigen Unterbrechung wieder aufgenommen worden. Zuschauer wurden dabei aber ausgeschlossen.

Der zuständige Vizeminister für Sport wollte diese Woche entscheiden, ob wieder Spiele vor Fans stattfinden würden. Eine Woche zuvor hatte er nach schweren Ausschreitungen während des Spitzenspiels zwischen Panathinaikos Athen und Olympiakos Piräus (2:1) verfügt, die Meisterschaft für unbestimmte Zeit zu unterbrechen.



Ligaspiele weiter ohne Zuschauer
Die Meisterschaftsspiele im griechischen Fußball-Super-League werden an diesem Wochenende erneut unter Ausschluss der Öffentlichkeit gespielt. Dies gab die Vize-Sportminister Stavros Kontonis als Reaktion auf die Ausschreitungen im Cup-Viertelfinale zwischen AEK Athen und Olympiakos Piräus schon am Mittwochabend bekannt. Das Match hatte als Testlauf gedient, 1.500 Polizisten waren im Einsatz.

Auch Kontonis war im Stadion, er verließ die Arena allerdings in der 83. Minute - sechs Minuten vor den Ausschreitungen. Am Donnerstag soll er in der Schweiz mit UEFA-Präsident Michel Platini zusammentreffen, um mit dem Franzosen über die aktuelle Lage im griechischen Fußball zu reden.