Europa League

Sturm verabschiedet sich mit 1:0 gegen Norweger

 Sturm Graz hat sich mit einem 1:0 gegen Brann Bergen aus der Europa League verabschiedet und Neo-Trainer Fabio Ingolitsch einen erfolgreichen Heim-Einstand beschert.  

Otar Kiteishvili avancierte mit dem Goldtor (85.) gegen Norwegens vierte Kraft zum Matchwinner für Österreichs Fußball-Meister. Die Grazer beendeten die acht Spiele umfassende Ligaphase mit sieben Punkten auf Platz 26. Das Aus war bereits zuvor festgestanden.

Auf dem Spiel stand deshalb ein versöhnlicher Abschied und ein Erfolgserlebnis vor dem nationalen Frühjahr. Drei Tage vor dem Cup-Viertefinale in Altach bot der frühere Altach-Coach Ingolitsch erneut den 17-jährigen Mittelfeldspieler Luca Weinhandl auf. Im Angriff sollte Axel Kayombo den spielstärkeren Nebenmann für Maurice Malone geben. Für den ersten Höhepunkt sorgte Tomi Horvat, der spätestens im Sommer zu Bristol City in Englands zweite Liga wechseln wird. Der Slowene verpasste mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze an die rechte Stange die Führung nur knapp (7.).

Abgesehen davon stand die Partie vor 10.752 Fans im Zeichen von viel Leerlauf - auf beiden Seiten. In Minute 21 konnten sich die Grazer nach einem Defensiv-Lapsus bei ihrem Schlussmann Daniil Chudjakow bedanken. Der Russe, der weite Teile der Herbstsaison verletzt verpasst hatte, parierte gegen Noah Holm stark, nachdem sich Jon Gorenc Stankovic und Emanuel Aiwu gegenseitig behindert hatten. Felix Horn Myhre setzte den Nachschuss mit Gegnerdruck neben das leere Tor.

Kiteishvili sorgt für den versöhnlichen Abschluss

Auch die nächste und letzte Topchance vor der Pause gehörte den Gästen, die den Aufstieg trotz der Niederlage als 24. und letztes Team schaffen sollten: Nach einer Flanke aus dem Halbfeld köpfelte Thore Pedersen aus kurzer Distanz daneben (43.). In der 58. Minute jubelte Sturm über das vermeintliche 1:0 durch Kiteishvili. Der Treffer des Georgiers vom Fünfmeter-Eck wurde aber wegen einer angeblichen Abseitsstellung von Vorlagengeber Emir Karic aberkannt - eine Zentimeterentscheidung.

In einer forthin wieder dahinplätschernden Partie wechselten beide Teams munter durch. Ingolitsch versuchte mit einem Dreifachwechsel in Minute 78, das Ruder noch zum Heimsieg herumzureißen. Die Lebensversicherung der Grazer stand aber seit Beginn auf dem Platz. Nach etwas Ballglück besorgte Kiteishvili mit seinem platzierten Abschluss den Heimsieg. Sturms erster Treffer in einer zweiten Hälfte in dieser Europa-League-Saison war noch einmal 450.000 Euro schwer. Der Erfolg wackelte allerdings einmal noch gehörig. Doch weil Chudjakow und Jeyland Mitchell auf der Linie retteten, blieb es beim 1:0.

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