Vor allem eine Situation lässt bei den Münchnern die Wogen hochgehen.
Paris Saint-Germain geht in der Champions League auf die Titelverteidigung los. Frankreichs Topclub behauptete sich im Halbfinale gegen den FC Bayern nach einem 1:1 (1:0) in München. Weltfußballer Ousmane Dembélé traf nach dem 5:4 von PSG im Hinspiel schon in der 3. Minute, die Bayern mit Konrad Laimer konnten dies nicht mehr egalisieren. Harry Kane schoss den Ausgleich erst in der 94. Minute. Im Finale am 30. Mai in Budapest trifft das Team von Luis Enrique auf Arsenal.
Nach dem Spiel sorgten bei den Bayern vor allem zwei Entscheidungen des portugiesischen Schiedsrichters João Pinheiro für Ärger. Während der nicht gegebene Handelfmeter - Vitinha traf beim Ausputzversuch Teamkollege Joao Neves am Arm - wohl regelkonform war, hätte Nuno Mendes durchaus schon in der ersten Hälfte die rote Karte sehen können.
"Sieht alles anders aus"
"Wenn sie eine gelb-rote Karte kriegen, sieht alles wieder anders aus", sprach Bayerns Sportvorstand Max Eberl Klartext. Auch Trainer Kompany konnte die Entscheidung nicht verstehen. "Ich habe dreimal die Bilder beobachtet. Und ich habe kein einziges Bild gesehen, wo Konrad Laimer den Ball mit der Hand berührt."
Konkret ging es um ein klares Handspiel des bereits gelb verwarnten Mendes in der 29. Minute, als er ein Dribbling von Konrad Laimer stoppte. Der Schiri entschied aber auf Handspiel von Laimer kurz vor jener Aktion.
Laimer selbst meinte nach dem Spiel: "Der Schiedsrichter pfeift mein Handspiel, als die Aktion von ihm schon passiert ist. Das habe ich schon im Spiel komisch gefunden. Es wäre schon ein sehr entscheidender Moment gewesen, wenn da ein Spieler nach 20 Minuten mit Gelb-Rot vom Platz geht."
Deutlich wurde auch der frühere FIFA-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer als Experte des ZDF. "Man hat eindeutig gesehen, dass der Ball bei Laimer an den Bauch, an den Oberschenkel, an die Hüfte ging. Dementsprechend hätte es in der Folge eine Gelb-Rote Karte für Mendes geben müssen. Das ist eine klare Fehlentscheidung."