Aufatmen an der Säbener Straße trotz UEFA-Urteil. Der FC Bayern München kommt nach den Ausschreitungen im Viertelfinale gegen Real Madrid mit einer Geldstrafe davon. Die Allianz Arena bleibt im Halbfinale voll.
Die UEFA-Disziplinarkommission hat am Donnerstagabend ihr Urteil gegen den deutschen Rekordmeister gefällt. Bayern München muss eine Gesamtsumme von knapp 90.000 Euro berappen. Der Grund für die saftige Buße sind diverse Vorfälle während des dramatischen Viertelfinals gegen Real Madrid. Besonders kritisch sah die UEFA das Eindringen von Fans in den Innenbereich sowie die Verbreitung unangemessener Botschaften, was alleine mit 30.000 Euro zu Buche schlägt.
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Glück im Unglück trotz Bewährung
Die Münchner standen massiv unter Druck, da sie bereits seit vergangenem Dezember wegen früherer Vergehen auf Bewährung spielten. Ein Teilausschluss der Zuschauer für das anstehende Kracher-Rückspiel im Halbfinale gegen Paris Saint-Germain hing wie ein Damoklesschwert über dem Verein. Die UEFA verzichtete jedoch auf diese drastische Maßnahme, womit das Heimspiel vor vollen Rängen stattfinden kann.
Verletzte Fotografen nach Tor-Jubel
In der hitzigen Schlussphase des Real-Spiels waren Anhänger über die Zäune geklettert und hatten im Jubelrausch nach dem 4:3-Siegtreffer Fotografinnen und Fotografen bedrängt. Laut Polizeiangaben wurden dabei vier Medienvertreter verletzt. Österreichs Bayern-Sportdirektor Christoph Freund versuchte nach dem Spiel, die Wogen zu glätten: Es sei ein Abend mit sehr vielen Emotionen gewesen, bei dem es leider ein bisschen übergekocht sei. Die UEFA sanktionierte diesen speziellen Vorfall mit 40.000 Euro.